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Kreis Lippe

Der „Tag der Weserrenaissance“ war ein voller Erfolg!

Schlosshof belebt

Lemgo. Ein Schloss in Feierlaune! Sage und schreibe 2.830 Besucherinnen und Besucher waren beim „Tag der Weserrenaissance“ am vergangenen Sonntag am Schloss Brake mit von der Partie. Bei schönstem Wetter genossen sie das dortige Familienfest in vollen Zügen.

Kein Wunder, das Programm war vielfältig und hatte passend zum Thema oftmals einen Bezug zur Weserrenaissance. Wer Lust hatte, konnte im Kanu um das eindrucksvolle Schloss Brake schippern oder auf einem elektrischen Dromedar Rodeo reiten. Denn tatsächlich gab es vor 400 Jahren zu Zeiten von Graf Simin VI. zur Lippe drei lebende Dromedar am Hofe.

Tosenden Beifall gab es unter anderem für die Darbietungen des Tanz Treff Hey, für die Musikschule Lemgo inkl. Bigband und Flöten- und Krummhorn-Ensemble. Auch die Pia-Nino-Kinderband sorgte für beste Stimmung.

Die Kids konnten sich auf einer Ritter-Hüpfburg austoben, Fußball-Dart spielen, mit Riesenbauklötzen ein eigenes Schloss bauen oder sich ein angesagtes Airbrush-Tattoo auf die Haut sprühen lassen.

Mit von der Partie waren auch die Jugendabteilungen des THW mit einem großen Einsatzwagen und vielen spannenden Mitmach-Aktionen. Für Aufsehen sorgten auch die zahlreichen Walking-Acts der Karla-Raveh-Gesamtschule. Mehrere Schülerinnen und Schüler schlüpften in die Rolle von Graf Simon VI., seiner Frau Elisabeth und ihren zehn Kindern, die vor gut 400 Jahren auf Schloss Brake gelebt haben. Unterhaltsam plauderten sie und Schauspieler des Landestheaters Detmold aus dem Leben zu Zeiten der Weserrenaissance.

Passend dazu bot das Weserrenaissance-Museum im Halbstunden-Takt interessante Kurzführungen durch die Dauerausstellung an und lud dazu ein, sich in nachgeschneiderte Renaissance-Kostüme zu hüllen.

Generell geht es dem Weserrenaissance-Museum Schloss Brake und dem Lippischen Heimatbund darum, gerade junge Menschen für das Thema Weserrenaissance zu begeistern. Gemeinsam mit dem Kulturkreis der Weserrenaissance und der Stiftung Eben-Ezer verfolgen sie intensiv dieses Ziel, und zwar im Rahmen des vom NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung geförderten Projekts „Gesichter der Weserrenaissance“. Das Familienfest war ein wichtiger Bestandteil dessen. Unterstützt wurde es zusätzlich von der Lippischen Landesbrandversicherung AG.

Foto: Herrmann

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