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E.on und die Prozentrechnung PDF Drucken E-Mail
Freitag, 13 Oktober 2006 | Autor: BEE
E.on-Grafik zur Zusammensetzung des Strompreises täuscht Verbraucher
 
E.on Graphik
E.on Graphik
Paderborn.  In großen Zeitungsanzeigen behauptet der Energieriese E.on gestern, der Anteil von Steuern und Abgaben betrage 40 Prozent der Stromrechnung.

Als Grund wird unter anderem die Förderung Erneuerbarer Energien angegeben. Selbst die in der Anzeige abgedruckte Grafik entlarvt diese Aussage als falsch - sie weist für 2005 einen staatlichen Anteil von nur noch 37 Prozent aus, wird aber falsch beschriftet.

Hierzu erklärt der Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie e.V. (BEE), Johannes Lackmann:

"E.on will die Verantwortung für die hohen Strompreise wieder einmal auf den Staat abwälzen. Dabei schreckt der Konzern nicht davor zurück, die Verbraucher mit falsch beschrifteten Grafiken zu täuschen, in denen er versucht, die Regeln der Prozentrechnung außer Kraft zu setzen. Wenn der Strompreis insgesamt steigt, die vom Staat veranlassten Kosten jedoch gleich bleiben, muss der prozentuale Anteil sinken. Dies zeigen auch die Berechnungen des BEE. Demnach wird der staatliche Anteil am Strompreis weiter sinken und macht in 2006 nur noch 37 Prozent aus.

Tatsächlich sind die hohen Strompreise für die Verbraucher auf die gestiegenen Kosten für fossil-atomaren Strom und die Mitnahmeeffekte der Energiewirtschaft zurückzuführen und in keinem Fall auf die Förderung Erneuerbarer Energien. Ihr Anteil am Strompreis der Verbraucher macht mit 0,5 ct/kWh gerade einmal 2,5 Prozent aus. Im vergangen Jahr ist diese Umlage sogar gesunken, obwohl mehr Strom aus Erneuerbaren Energien ins Netz eingespeist wurde.

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass ein höherer Anteil Erneuerbarer Energien am Strommix zu sinkenden Preisen an den Strombörsen führt. Das Hamburgische Welt-Wirtschafts-Archiv (HWWA) stellte fest, dass dieser Preissenkungseffekt sogar größer ist, als die Kosten für die Förderung Erneuerbarer Energien.

In den staatlich induzierten Kosten enthalten ist beispielsweise die Konzessionsabgabe. Sie ist der Preis, für den die Kommunen das Leitungsmonopol auf Ihrem Gebiet an den jeweiligen Netzbetreiber abgeben. Auch die Ökosteuer wird unter diesem Punkt aufgeführt. Die konventionelle Stromerzeugung führt zu massiven externen Kosten aufgrund von Umwelt- und Gesundheitsschäden. Nur für einen Teil dieser Kosten müssen die Konzerne derzeit über die Ökosteuer aufkommen."
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