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Paderborn

Raum für individuelle Vorstellungen

Gestaltungshandbuch für „Springbach Höfe“ macht jedoch auch rechtliche Vorgaben

Springbach Höfe

Das Gestaltungshandbuch zum Baugebiet „Springbach Höfe“ soll zur Sicherung einer modernen und hochwertigen Architektur beitragen. Das macht die Stadt Paderborn in einer Stellungnahme deutlich. Es wird eine klar erkennbare Unterteilung in einzelne Quartiere mit unterschiedlichen Gestaltungsauflagen angestrebt. Gleichzeitig soll den Bauherren Raum für die individuelle Ausgestaltung gegeben werden. Das Motto: „Für jeden etwas, aber nicht überall alles.“

Der Bebauungsplan Nr. 300 „Springbach Höfe“ ermöglicht ein solides städtebauliches Grundgerüst mit klarer räumlicher Struktur und Grüner Mitte als Rückgrat. Ziel ist neben einer breiten Mischung verschiedener Nutzungen – insbesondere Wohnen, Versorgung und Arbeiten – ebenso eine Mischung der verschiedenen Wohntypen vom Einfamilienhaus bis zum Mehrfamilienhaus zur Bedienung eines breiten Nachfragespektrums (Vielfalt in der Einheit).

Diese Mischung der unterschiedlichen zulässigen Nutzungen, die angestrebte moderne und hochwertige Architektursprache sowie die räumliche Struktur mit der Grünen Mitte stellen eine Besonderheit des Baugebietes dar.

Im Bebauungsplan werden zwar unterschiedliche Bereiche für Gebäude mit flachgeneigten Dächern, Gebäude mit steilen Satteldächern, Flachdächern und Pultdächern sowie Bereiche ohne Regelung der Dachform definiert. Ziel des Bebauungsplans war es aber nicht, im Be-reich der Ein- und Zweifamilienhäuser eine Bindung zur Stellung des Gebäudes und des Daches oder auch das Maß von Dachüberständen vorzugeben und die Bauwilligen dadurch in ihren Gestaltungsmöglichkeiten einzuschränken. Ihnen soll (mithilfe des Gestaltungshandbuchs) ein breites Spektrum an unterschiedlichen Bauvorstellungen sowie großes Maß an gestalterischen Möglichkeiten an die Hand gegeben werden.

Im Gestaltungshandbuch gibt es sowohl rechtliche Vorgaben als auch Empfehlungen. Die zwingenden Vorgaben stammen aus dem Bebauungsplan sowie der Landesbauordnung. Neben diesen einzuhaltenden Regeln gibt es im Gestaltungshandbuch Empfehlungen in Form von Texten, Bildern und Zeichnungen, die als Anregung für eine vorbildliche Gestaltung zu verstehen sind. Mit dem Gestaltungshandbuch soll die Bauberatung unterstützt werden, aber auch ein Dialog zwischen den Bauwilligen, Investoren, Architekten und der Stadt gefördert werden. Ziel des Handbuches ist es, bei den zukünftigen Bewohnern von Beginn an ein gemeinsames Gestaltungsverständnis zu entwickeln.

Das Rückgrat des Baugebietes bildet neben dem großzügigen öffentlichen Grünzug, der so-genannten Grünen Mitte, auch die Bebauung mit Mehrfamilienhäusern entlang des Grünzuges sowie die Bebauung im Bereich des Quartiersplatzes. Insbesondere die Bebauung in den Eingangsbereichen des Baugebietes, entlang der Grünen Mitte und in den Bereichen des Quartiersplatzes wird ganz wesentlich zum Erscheinungsbild der Springbach Höfe beitragen und den angrenzenden öffentlichen Raum prägen. Deshalb sind diese Bereiche von hoher städtebaulicher Bedeutung. Die Vergabe der Grundstücke für Mehrfamilienhäuser sowie Reihenhausgruppen erfolgt deshalb in konzeptbezogenen Verfahren. Von den Bauträgern oder Investoren wird die Vorlage eines detaillierten Konzeptes erwartet, das nach städtebaulichen und planungsrechtlichen Kriterien, aber auch nach den Empfehlungen des Handbuches bewertet wird. Gestaltungsbelange werden dann in nachgelagerten Grundstücksverträgen geregelt.

Foto: Stadt Paderborn

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