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Sport

Deutsch-Jamaikaner erhält die Dritte von vier Wild Cards

30-jähriger Deutsch-Jamaikaner Dustin Brown erhält die Dritte von vier Wild Cards

  • Turnierdirektor Ralf Weber: "Dustin ist immer für eine große Überraschung gut"
  • Nun sieben deutsche Tennisprofis im Hauptfeld der GERRY WEBER OPEN vertreten

HalleWestfalen. Turnierdirektor Ralf Weber setzt auch beim diesjährigen ATP-500er-Rasenevent der GERRY WEBER OPEN in HalleWestfalen auf die deutschen Tennisprofis und wünscht sich eine Fortführung der dieser Erfolgsgeschichte. So kam in den vergangenen 22 Jahren der Turnierhistorie sechsmal der Sieger aus Deutschland: Michael Stich (1994), Nicolas Kiefer (1999), David Prinosil (2000) und Philipp Kohlschreiber (2011). Hinzu kommt Tommy Haas, der >deutsche Rekordsieger< im GERRY WEBER STADION, der bereits 2009 und 2012 auf dem ostwestfälischen Rasen triumphieren konnte.

"Unsere deutschen Profis kommen stets mit einem besonderen Selbstbewusstsein zu uns und präsentieren sich dann auch in einer außergewöhnlichen spielerischen Verfassung", sagt Turnierdirektor Ralf Weber und angesichts dieser positiven Fakten vergibt er nun die Dritte von insgesamt vier Wild Cards an den Deutsch-Jamaikaner Dustin Brown (ATP-Ranking 106) aus Winsen an der Aller bei Hannover. Nach Philipp Kohlschreiber (ATP 23), Tommy Haas (ATP-Protected Ranking 25), Florian Mayer (ATP-Protected Ranking 34), Benjamin Becker (ATP 44) sowie den schon privilegierten Wild Card-Inhabern Jan-Lennard Struff (ATP 90) und Alexander Zverev (ATP 105) ist "Rasta-Mann" Dustin Brown bereits der siebte nationale Tennis-Profi im 32er Hauptfeld der 23. GERRY WEBER OPEN vom 13. bis 21. Juni 2015. "Dustin ist immer für eine große Überraschung gut, das hat er hier in Halle schon mehrfach bewiesen", so Ralf Weber.

Für Brown wird dies seine vierte Teilnahme in der ostwestfälischen Lindenstadt sein und vor allem im vergangenen Jahr beeindruckte er durch großartige Matches. So gelang ihm im Achtelfinale gegen Rafael Nadal, der zum damaligen Zeitpunkt die ATP-Weltrangliste anführte, ein glatter und zuweilen spektakulärer Zweisatz-Erfolg über den Spanier. Mit seiner spektakulären Spielweise sorgte der damals 29-Jährige für große Begeisterung unter den rund 10.000 Zuschauern auf dem Centre Court. In diesem Duell konnte er nicht nur sein vorhandenes Potential abrufen, sondern es auch umsetzen. Er hat spielerisch alles, was man braucht, um in den erweiterten Kreis der Weltspitze vorzudringen. Im anschließenden Viertelfinale scheiterte er denkbar knapp, in einem ebenfalls mitreißenden Dreistatz-Krimi im Tiebreak mit 14:16, an Philipp Kohlschreiber.

 

"Dustin gehört zu den Publikumslieblingen bei uns, denn seine außergewöhnliche Spielweise mit seinen Gefühlsausbrüchen auf dem Court und sein markantes Aussehen mit den Rasta-Zöpfen haben ihn zu einem beliebten Typen im deutschen Tennis werden lassen. Daher freuen wir uns, ihn auch in diesem Jahr wieder im Hauptfeld bei uns zu haben." Brown fügt hinzu: "Ich freue mich sehr über die Wild Card und bedanke mich bei Ralf Weber für sein Vertrauen in meine sportliche Fähigkeiten. Es ist großartig erneut im Hauptfeld zu sein, zumal Rasen mein Lieblingsbelag ist."

Dass dies so ist, bestätigte Dustin Brown letztjährig auch in der Doppelkonkurrenz, als er gemeinsam mit dem Haller Lokalmatador Jan-Lennard Struff das Halbfinale bei den 23. GERRY WEBER OPEN erreichte. Zudem trug sich das Duo auf der ATP-Challenger-Tour beim Turnier im polnischen Szczecin in die Siegerliste ein und stand sich zudem im Einzelfinale desselben Turniers gegenüber. Hier konnte sich Brown im Endspiel glatt in zwei Sätzen behaupten.

Auch abseits des Tennisplatzes ist Dustin Brown ein gern gesehener Gast in HalleWestfalen. Neben zahlreichen Autogrammstunden und Fototerminen besuchte er 2014 die soziale Einrichtung >Wertkreis< (ehemals Werkstatt für behinderte Menschen). Nach intensiven Gesprächen mit den Mitarbeitern und einem ausführlichen Rundgang durch die Räumlichkeiten, zeigte sich Brown "stark beeindruckt" von der Einrichtung und der dort geleisteten Arbeit und spendete sogleich mit 1.000 Euro einen Teil seines Turnier-Preisgeldes. "Das soziale Engagement für Menschen mit Behinderung ist für mich selbstverständlich. Dabei die Menschen persönlich in ihrem alltäglichen Umfeld kennenzulernen, finde ich außerdem sehr interessant", sagte Dustin Brown.

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