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Marc Marshall – A Ladies Man

Marc Marshall liebt die Frauen – und soviel ist sicher: Spätestens beim Hören von "Die perfekte Affäre" werden sie ihn auch lieben. Marshall hat sich einen Traum erfüllt und ein sehr persönliches Soloalbum aufgenommen mit eigenen neuen Songs über Frauen, Flirts und Femmes fatales. Das Album "Die perfekte Affäre" umfasst ein Dutzend Songs des beliebten Sängers, dem Kritiker ein »sonores Timbre« bescheinigen, einen »extrem satten Ton in tiefen Lagen« und »die große Spannweite seiner Stimme«. Als Künstler mit Klasse rühmen sie ihn, der sowohl »Fans beglückt« als auch »Skeptiker überzeugt«. Seine Geschichten gleichen einem Streifzug durch elegante Bars und prallvolle Nachtclubs. Diese Atmosphäre ist es, die Marshall singen, schnurren, schmeicheln lässt, dass es nur so knistert vor Spannung.

Mal gibt er den Romantiker (Es ist so schön mit dir. Mein Sofa war noch nie so weich), mal den Schlawiner (Lass die High Heels an) und schreitet schließlich zur Tat – und sei es, wie es am Ende des Titelstücks heißt, mit der eigenen Frau.

»Ich finde es wichtig und aufregend, die eigene langjährige Beziehung wieder zu befeuern. Man belebt etwas, das durch den Alltag manchmal abhandenkommt.«

Gegen die Gewohnheit und die Langeweile einen Rotlichtschimmer im Alltagsgrau setzen – Marshall weiß, dass er mit dieser Sehnsucht nicht allein ist. »Ich könnte mir vorstellen, dass es den einen oder anderen Mann oder auch die eine oder andere Frau gibt, die Hemmungen haben, ihre Wünsche klar zu artikulieren. Die können dann meine Lieder nehmen und sie dem anderen vorspielen – je nachdem, was man gerade sagen will.«

Ganz ungeniert singt er Zeilen wie »Schenk dir gerne teure Kleider, raffinierte Dessous, öffne gerne mit Erwartung jeden Reißverschluss«. Natürlich weiß er, dass manche ihm deswegen Machotum vorwerfen mögen. Dass er dieses Risiko eingeht, war für ihn ein Entwicklungsprozess. »Früher hätte ich gedacht: Ist das politisch korrekt? Mittlerweile befinde ich mich aber in einem Stadium meines Lebens, in dem ich keine Kompromisse mehr machen will – weder inhaltlich noch musikalisch. Deswegen hat das Album eine ganz große Bedeutung für mich. Wenn ich durch meine Texte angreifbar werde – bitte schön! Vielleicht regen sie ja zu einer Diskussion an.«

Wenn Marshall in seinen Liedern von Leidenschaft, Lust und Liebe singt, heißt das natürlich nicht, dass jede Begegnung automatisch im Bett enden muss. Er flirtet gerne – auch um des Flirtens wegen.

»Ich kann mir ein Leben ohne Frauen nicht vorstellen. Nicht, dass ich jetzt ständig auf der Suche wäre nach einer anderen, einer neuen. Das Geschöpf Frau ist etwas Wunderbares. Und das möchte ich auch zu Frauen sagen dürfen, ohne dass man mich komisch anschaut.«

Marshall, der schon mit sieben Sänger werden wollte und früh mit seinem Vater, dem Sänger Tony Marshall, unzählige Auftritte absolvierte, studierte nach der Schule zuerst in Los Angeles an der Dick Grove School of Music Gesang und Jazzgitarre. Es folgte ein Studium in klassischem Gesang an der renommierten Hochschule für Musik in Karlsruhe – und eine einzigartige Karriere. Die Liste seiner Duettpartner umfasst Stars wie Andrea Bocelli, Curtis Stigers, Jane Monheit und die Fantastischen Vier. Zu den Highlights seiner Laufbahn gehörten ein gemeinsamer Auftritt mit Aretha Franklin, der Queen of Soul, in Washington, den er selber als seinen »Ritterschlag« bezeichnet, und die Begegnung mit seinem großen Vorbild Harry Belafonte. Sein meistgesehener Auftritt war mit Sicherheit die Eröffnung der Formel 1 auf dem Nürburgring 2006, wo er mit seinem langjährigen Partner Jay Alexander vor einer Milliarde Fernsehzuschauer weltweit die deutsche Nationalhymne sang. Seit 1998 brachten die beiden viele erfolgreiche Alben heraus, die Goldstatus erreichten. Im Gegensatz zu vielen anderen deutschen Albumproduktionen hat sich Marc Marshall nicht gescheut, für sein Soloalbum ganz im Sinne einer amerikanischen Tradition eine Allstar-Studio-Band zusammenzustellen.

Gemeinsam mit hochkarätigen Produzenten und Arrangeuren hat er inspirierenden Groove kreiiert, bei dem man nicht still sitzen kann. Der lässige Motown, der das ganze Album bestimmt, weckt die ersten Frühlingsgefühle des Jahres. Wolfgang Stach etwa, der es meisterhaft versteht, nostalgische analoge Sounds mit modernen Produktionsstandards zu vereinen und diesem Album einen zeitlosen Sound zu verpassen, war schon als Produzent für die neuen Deutschpoeten wie Jupiter Jones, Bosse und Clueso tätig. Komponist und Pianist Roberto Di Gioia arbeitete mit so unterschiedlichen Musikern wie Udo Lindenberg, Till Brönner sowie Klaus Doldinger und als Teil des Produzententeams KAHEDI für Künstler wie Max Herre, Joy Denalane, Samy Deluxe, Aloe Blacc, Y’akoto, Megaloh und anderen. Für die ebenso raffinierten wie ungenierten Texte zeichnen unter anderem Wolfgang Hofer (Udo Jürgens, Margot Werner) und Thomas Woitkewitsch (Herman van Veen, Milva) verantwortlich. Im Herbst geht Marc Marshall, der von der Berliner Philharmonie über die Alte Oper Frankfurt bis zum Prinzregententheater München schon alle wichtigen Bühnen bespielt hat, mit den neuen Songs auf Tournee. Einen Vorgeschmack bietet das Musikvideo zur Single Die perfekte Affäre, in dem auf einer Berliner Theaterbühne für den großen Auftritt geprobt wird, mit Band und Tänzerinnen.

Den kraftvollen Clip drehte Regisseur Marcus Sternberg, der zuvor Stars wie Nena, Xavier Naidoo und Anastacia gekonnt inszenierte. Den Startschuss für seine Tournee kann Marc Marshall kaum erwarten. »Es gibt nichts Schöneres, als auf der Bühne zu sein. Wenn ich erstmal da oben stehe, kriegt mich so schnell keiner wieder runter.«

Aber das will man auch nicht. Denn wenn Marshall loslegt, wird jeder Abend zur »perfekten Affäre« – zwischen ihm und seinen Fans.

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