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Wirtschaft

Müller Bau stellt Insolvenzantrag

Müller Bau stellt Insolvenzantrag: Geschäftsbetrieb läuft weiter

Lügde-Rischenau. Die Müller Bau GmbH & Co. KG hat gestern beim Amtsgericht Detmold einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das Amtsgericht bestellte den Detmolder Rechtsanwalt Martin Schmidt zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Der Geschäftsbetrieb läuft dennoch ohne Einschränkungen weiter. Die Löhne und Gehälter der rund 120 Mitarbeiter, die heute bereits von Schmidt im Rahmen einer Belegschaftsversammlung informiert wurden, sind in den kommenden Monaten über das Insolvenzgeld abgesichert.

Ziel des vorläufigen Insolvenzverwalters ist es, den Geschäftsbetrieb des Hochbau-unternehmens schnell zu stabilisieren und Sanierungsmöglichkeiten für das Unternehmen zu suchen. Derzeit verschafft sich Schmidt einen Überblick über die genaue wirtschaftliche Lage des Unternehmens. “Wir werden die laufenden Bauaufträge kurzfristig prüfen und die kommenden Wochen intensiv dazu nutzen, um mögliche Sanierungschancen für das Unternehmens auszuloten”, verspricht Schmidt.

Grund für den Insolvenzantrag sind nach Angaben des Unternehmens neben dem hohen Preisdruck am Markt insbesondere auch erhebliche Außenstände, die in der Vergangenheit nicht eingezogen werden konnten.

Müller Bau ist ein traditionsreiches, mittelständisches Familienunternehmen, das seit 65 Jahren Leistungen im Hochbau, Ingenieurbau und Schlüsselfertigbau anbietet. Es zählt zu den größten Bauunternehmen in der Region Ostwestfalen-Lippe, mit Projekten in ganz Deutschland. Hauptsitz des Unternehmens ist Lügde-Rischenau, ein weiterer Standort befindet sich in Bad Hersfeld.

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