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Finanzen

Der Krieg in der Ukraine verzögert, dass sich die Zentralbanken stärker gegen die Inflation stemmen

Tabulas Chief Investment Officer (CIO), Jason Smith, warnt davor, dass die wichtigsten Zentralbanken mit dem Anziehen der geldpolitischen Zügel im Zuge steigender Inflationsraten zu lange gewartet haben. Zwar hat zum einen die US-Fed letzte Woche den Startschuss für einen avisierten Zinserhöhungszyklus gegeben und zum anderen die Bank of England (BoE) bereits den dritten Monat in Folge an der Zinsschraube gedreht. Die EZB hingegen hat klargestellt, dass sie sich derzeit nicht in diesem Fahrwasser sieht. Vor dem Hintergrund, dass die Inflation in der Eurozone in Richtung 6% anzieht, erwarten die Investoren vor dem Ende des Jahres dennoch Zinsanhebungen von etwa 0,5%.

Die Inflationsraten dürften dieses Jahr auf außergewöhnlich hohen Niveaus verharren. Während die Fed eine Teuerung von 4,1% für 2022 erwartet, geht die EZB von 5,1% aus. Die BoE räumt sogar ein, dass eine Teuerungsrate von 8% gegenüber dem Vorjahresmonat in den nächsten Monaten möglich sind.

Dazu sagt Jason Smith: „Die wichtigsten Zentralbanken konnten sich letztes Jahr nicht zu Zinserhöhungen durchringen, obwohl bereits 2021 klare Hinweise für anziehende Teuerungsraten vorhanden waren, inklusive Anzeichen dafür, dass eine hohe Inflation ein hartnäckigeres Problem sein könnte und eben kein vorübergehendes Phänomen. Nun kommt mit dem Krieg in der Ukraine weiterer Druck auf ohnehin strapazierte Lieferketten gerade im Rohstoffsektor hinzu. Die bisherigen bereits erfolgten und in Aussicht gestellten geldpolitischen Straffungen werden den angebotsseitigen Aufwärtsdruck bei den Preisen nicht verhindern können. Es besteht sogar die Gefahr, dass diese Maßnahmen nicht ausreichen werden, die Inflation selbst auf längere Sicht in Richtung der Zielwerte zu drücken.“

Das Kapitalmarkt-Research-Unternehmen Capital Economics erwartet beispielsweise, dass der Ölpreis (Brent) im Jahresdurchschnitt 2022 um etwa 55% oberhalb der Werte von 2021 handeln wird; der Gaspreis in Europa sollte sogar um ca. 140% anziehen. Für Weizen prognostiziert Capital Economics einen Preisanstieg von etwa 40%. Lebensmittelpreise werden aktuell etwa 10 – 15% höher erwartet. Zur Erinnerung: Beim harmonisierten Verbraucherpreisindex für die Eurozone kommen Nahrungsmittel mit 17%, Energie mit etwa 10% bei der Berechnung zum Tragen (siehe Tabelle).

Tabelle

Tabulas CEO Michael John Lytle fügt hinzu: „Investoren fragen oft, was der beste Schutz vor Inflation ist. Interessanterweise hat sich Gold in den letzten 50 Jahren als nicht effektiv erwiesen, da es eine Korrelation von lediglich 0,2 aufweist. Rohstoffe oder Aktien sind zahlreichen Einflussfaktoren ausgesetzt, die mit der Inflation nichts direkt zu tun haben. Wir vertreten die Meinung, dass Instrumente, die spezifisch auf Inflation referenzieren, sprich TIPS oder am Markt gehandelte Inflationserwartungen, den effektivsten Inflationsschutz darstellen.“

Der Tabula US Enhanced Inflation UCITS ETF ist der einzige ETF, der gleichzeitigen Zugang sowohl zu realisierter als auch zu erwarteter US-Inflation ermöglicht. Das im ETF verwaltete Vermögen beläuft sich aktuell auf etwa 100 Mio. USD. Es gibt mehrere Anteilsklassen und Listings des ETFs, beispielsweise die USD-Anteilsklasse an der London Stock Exchange (Ticker: TINF LN) sowie eine EUR-währungsgesicherte Anteilsklasse auf Xetra (Ticker: TABI GY) und eine CHF-währungsgesicherte Anteilklasse auf SIX (Ticker: TINC SE). Der ETF legte seit dem Beginn des Kriegs in der Ukraine um mehr als 7% zu; 2021 betrug die Performance gut 15%, wobei der Fonds gewöhnliche ETFs, die nur TIPS beinhalten, um mehr als 9% hinter sich ließ.

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