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Gütersloh

Demonstration gegen geplante Ablehnung vom Genozid-Mahnmal in Gütersloh

Demonstration – 30.01.15, um 16 Uhr vor dem Gütersloher Rathaus

Die drei syrisch-orthodoxen Kirchengemeinden der Assyrer in Gütersloh, zu denen tausende Gütersloher Bürgerinnen und Bürger gehören, haben einen Antrag zur Errichtung eines Mahnmals zum Gedenken an den Opfern vom Völkermord "Seyfo 1915" im Osmanischen Reich eingereicht. Diesen Antrag plant der Stadtrat auf Empfehlung des Ältestenrats am kommenden Freitag, 30.01.15, abzulehnen. Stattdessen wird den Antragstellern angeboten, am allgemeinen Volkstrauertag den Opfern des Völkermords "Seyfo 1915" zu gedenken.

Für die gut 13.000 Assyrer in Gütersloh ist die Empfehlung des Ältestenrats, das Mahnmal abzulehnen ein Schock. Auf gar keinen Fall wollen sie das einfach so hinnehmen.

Sie fühlen sich nicht richtig verstanden und nicht richtig behandelt. Das fing an bei der grundlosen Ausladung bestimmter syrisch-orthodoxer Kirchenvertreter für ein gemeinsames Gespräch mit der Stadt zu ihrem Antrag. Und das reicht bis zum Eindruck, dass die Interessen eines anderen Staates höher gewichtet werden als die Interessen ihrer eigenen Bürgerinnen und Bürger, seit der Generalkonsul der Türkei, Ufuk Gezer, zu einem Gespräch im Rathaus erschienen ist.

Dabei möchten diese Menschen niemanden anklagen, sondern nur eine Stätte, um ihren Opfern zu gedenken. Die Kosten dieser Stätte möchten sie komplett selber tragen.

Unverständlich ist auch, warum sich der Ältestenrat einer provozierenden Stellungnahme der Türkischen Arbeitsgemeinschaft annimmt und, wie er auch noch schreibt "würdigt".

Aus diesem Grund wird es kommenden Freitag, 16 Uhr vor dem Gütersloher Rathaus eine Demonstration geben, um gegen eine Ablehnung des Mahnmals zu protestieren, damit der Stadtrat hoffentlich erkennt, dass er Politik für seine Bürgerinnen und Bürger machen soll, statt für andere Staaten, wenn er am selben Tag um 17 Uhr die Abstimmung zum Mahnmal vollzieht.

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