Basel. Der discorso Verlag hat ein neues Buch des Schweizer Journalisten Arnaud Nyhm veröffentlicht. Unter dem Titel „Frei sein. So schützen wir uns vor Propaganda und Manipulation“ setzt sich der Autor mit den Mechanismen moderner Meinungslenkung auseinander.
Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Umbrüche analysiert Nyhm das Phänomen der Massenbildung und die Rolle der Medien bei kollektiven Dynamiken. Dabei greift er auf seine langjährige Erfahrung in Schweizer Medienhäusern zurück und beschreibt, wie Narrative gezielt geformt, verstärkt und emotional aufgeladen werden.
Das Buch verbindet diese Analyse mit autobiografischen Einblicken: Nyhm schildert offen seine frühere Alkohol- und Drogenabhängigkeit. Er zieht Parallelen zwischen individueller Sucht und gesellschaftlicher Manipulation – beide führten zu eingeschränkter Urteilsfähigkeit. Der Weg zurück liege in Bewusstwerdung, Eigenverantwortung und innerer Klärung.
Zwölf Schritte zur inneren Freiheit
Im Zentrum des Buches steht ein zwölfstufiges Konzept zur Wiedergewinnung persönlicher Autonomie. Dieses orientiert sich an bekannten Programmen wie denen der Anonymen Alkoholiker oder Drogenselbsthilfegruppen, überträgt deren Prinzipien jedoch auf gesellschaftliche Prozesse der Beeinflussung.
Nyhm zeigt auf, wie kognitive Manipulation funktioniert, warum Angst als zentrales Steuerungsinstrument eingesetzt wird und welche Rolle Medienmechanismen in kollektiven Entwicklungen spielen. Gleichzeitig beschreibt er Wege, wie Menschen ihre Urteilskraft stärken und ihre innere Freiheit zurückgewinnen können.
„Frei sein“ versteht sich als Einladung zur Selbstreflexion und als Plädoyer für mehr Eigenverantwortung in einer zunehmend polarisierten Gesellschaft. Der Verlag sieht das Werk als Beitrag zu einer offenen Debatte über Medien, Verantwortung und gesellschaftliche Entwicklung.
Autor: Arnaud Nyhm
Titel: Frei sein. So schützen wir uns vor Propaganda und Manipulation
Verlag: discorso
ISBN: 978-3-9997-0004-5
Umfang: 112 Seiten
Preis: 14,80 Euro