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Politik&Gesellschaft

Neuer Chef der IG BAU Ostwestfalen-Lippe

IG BAU
„Bessere Löhne und Arbeitsbedingungen fallen nicht vom Himmel“: Dietmar Gerbaulet ist der Neue an der Spitze der IG BAU Ostwestfalen-Lippe.

Wechsel an der Spitze der Gewerkschaft: Der 54-jährige Dietmar Gerbaulet ist zum Vorsitzenden des Bezirksverbands Ostwestfalen-Lippe der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) gewählt worden. Damit vertritt er in den kommenden vier Jahren die Interessen von Bauarbeitern, Reinigungskräften sowie Beschäftigten in der Land- und Forstwirtschaft – auch im Kreis Paderborn.

Nach Angaben der Arbeitsagentur arbeiten im Kreis rund 2.960 Menschen im Bauhauptgewerbe und etwa 3.320 in der Gebäudereinigung. Gerbaulet kennt die Branche aus eigener Erfahrung: Er ist gelernter Friedhofsgärtnermeister. Als Bezirksvorsitzender folgt er auf Sabine Katzsche-Döring, die neun Jahre lang an der Spitze der IG BAU in Ostwestfalen-Lippe stand.

„Ob auf der Baustelle, im Garten- und Landschaftsbau, in der Reinigungsfirma oder im Maler- und Dachdeckerbetrieb – gerade am Arbeitsplatz kommt es darauf an, dass die Menschen an einem Strang ziehen“, sagt Gerbaulet. Gute Löhne und gute Arbeitsbedingungen seien keine Selbstverständlichkeit: „Sie fallen nicht vom Himmel.“

Gewerkschaft will sich stärker einmischen

Der neue Bezirksvorsitzende ruft die Beschäftigten in der Region dazu auf, sich stärker für ihre Interessen einzusetzen. Gerade in unsicheren Zeiten sei Zusammenhalt wichtig. Die IG BAU stehe den Arbeitnehmern zur Seite – nicht nur bei Fragen zu Bezahlung, Arbeitsbedingungen oder Mitbestimmung, sondern auch bei Konflikten im Betrieb.

Zugleich kündigt Gerbaulet an, dass sich die Gewerkschaft weiterhin in politische Debatten einbringen werde. Viele Entscheidungen der Bundesregierung hätten direkte Auswirkungen auf die Region. Als Beispiel nennt er den Wohnungsbau: „Es geht um bezahlbare Wohnungen und mehr Sozialwohnungen. Dafür brauchen wir dringend mehr Unterstützung vom Bund.“

Auch bei der Tarifbindung fordert der Gewerkschafter ein klares Signal aus Berlin. Tariflöhne müssten zur Regel werden, damit Beschäftigte in der Region stärker davon profitieren.

Gerbaulet stellt sich zudem gegen Forderungen nach zusätzlichen Belastungen für Arbeitnehmer. Diskussionen über Kürzungen bei der Lohnfortzahlung, die Abschaffung des Acht-Stunden-Tages oder ein höheres Renteneintrittsalter seien respektlos gegenüber vielen Beschäftigten. Gerade im Bau und im Handwerk sei es für viele schon heute schwer, bis 65, 66 oder 67 Jahre zu arbeiten. Statt sozialer Einschnitte brauche es Reformen – vor allem eine „ordentliche, sichere und gerechte Rente“.

Foto: IG BAU

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