Landesverband beschließt neue Strategie für seine Wälder
Kreis Lippe. Noch naturnaher, vielfältiger und widerstandsfähiger – so sollen die Wälder des Landesverbandes Lippe künftig sein. Mit einer neuen Waldstrategie will der Verband sicherstellen, dass die Wälder trotz Klimawandel ihre Funktionen erfüllen: als Lebensraum für Pflanzen und Tiere, als Erholungsort für die Menschen und als Naturraum, der Wasser speichert, Luft filtert und vor Hitze schützt. Die Verbandsversammlung verabschiedete das Konzept, das gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Naturnahe Waldwirtschaft (ANW) erarbeitet wurde, jetzt einstimmig.
„Unsere bisherige Strategie aus den 1990er-Jahren war ihrer Zeit voraus. Doch jede Strategie muss weiterentwickelt werden – gerade mit Blick auf die Folgen des Klimawandels“, betonte Verbandsvorsteher Jörg Düning-Gast. Bereits im Sommer hatten die Mitglieder das neue Konzept bei einem Termin im Wald kennengelernt.
Auch Hans von der Golz, Bundesvorsitzender der ANW, lobte die Arbeit: „Vieles wurde schon richtig gemacht. In manchen Punkten, etwa beim Umgang mit den Klimafolgen, gab es Verbesserungsbedarf. Den haben wir in Workshops gemeinsam erarbeitet.“
Kernpunkte der neuen Waldstrategie:
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Umbau zu gemischten, strukturreichen, naturnahen Wäldern mit unterschiedlich alten Bäumen.
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Bessere Speicherung von Wasser, kühlere Temperaturen im Wald und höhere Artenvielfalt.
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Stabilere, widerstandsfähigere Wälder, die Klimafolgen besser standhalten.
„Wir wollen geschädigte Flächen künftig noch gezielter als Chance für neuen Waldbau nutzen“, sagte Susanne Hoffmann, Leiterin der Forstabteilung. Ziel sei zudem, dass sich junge Bäume ohne Schutz entwickeln können – unterstützt von den Jagdpächtern, die für ein ausgewogenes Wildvorkommen sorgen.
Die Umsetzung sei ein Prozess über Jahrzehnte, so Hoffmann: „Waldbau ist ein Generationenauftrag.“
Foto: Landesverband-Lippe