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Beruf&Bildung

Schulen nach Corona: Viele Schüler*innen haben Defizite

Lehrer und Schülerin

Allmählich kommt der Schulbetrieb in der Region wieder in Fahrt. Die Rückkehr zum Präsenzunterricht deckt jedoch auch schwere Defizite und Rückstände bei Schüler*innen auf. Wie können Staat, Lehrkräfte und Eltern helfen?

Aktionsprogramm Ankommen und Aufholen

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat mit Unterstützung des Bundes ein Förderprogramm im Wert von insgesamt 430 Millionen Euro aufgelegt. Erklärtes Ziel dieses Programms ist der Abbau von Lernrückständen. Die Maßnahmen umfassen u. a. Mittel zur befristeten Einstellung von zusätzlichem Personal und zusätzliche fachbezogene Pauschalen. Weiterhin stehen 60 Millionen Euro für außerschulische Bildungs- und Betreuungsangebote zur Verfügung. Damit soll vor allem individuelle Nachhilfe gefördert werden. Schulen und Eltern im Kreis Paderborn können sich diesbezüglich an die Bezirksregierung Detmold wenden. Für die Auszahlung der Fördergelder ist das Dezernat 48 zuständig.

Individuelle Angebote der Schulen nutzen

Viele Schulen der Region engagieren sich dazu selbständig für ihre Schüler*innen und organisieren verschiedene Kurse zum Aufarbeiten verpassten Materials. Sie greifen außerdem vielfältige Möglichkeiten auf, Schüler*innen anspruchsvolle Unterrichtsthemen auf praxisnahe und unterhaltsame Weise näher zu bringen. So wird seit Jahren darüber diskutiert, wie jungen Menschen die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) näher gebracht werden können. Hier gibt es einerseits die größten Defizite und andererseits den größten Fachkräftemangel. Als sehr erfolgreich haben sich hier die Workshops im Haus der kleinen Forscher*innen des zdi Zentrums Lippe-MINT wie das Projekt D.I.Y. 3D-Drucker für zuhause erwiesen. Sie machen naturwissenschaftliche Themen, die im Schulunterricht theoretisch und abstrakt bleiben, praxisnah erlebbar.

Eltern können ihre Kinder digital unterstützen

Neben den schulischen Angeboten ist auch Eigenengagement der Eltern gerne gesehen. Dies muss nicht unbedingt bedeuten, dass berufstätige Eltern auch noch täglich stundenlang mit den Kindern lernen müssen, um die Defizite des Schulunterrichts auszugleichen. Sie können jedoch dafür sorgen, dass ihre Kinder digital besser für den Schulunterricht gerüstet sind. Einfache Tablets und ältere Smartphones sind bereits für unter 100 Euro erhältlich. Vielfältige digitale Apps wie der auf Schulbücher abgestimmte Vokabeltrainer von phase6 erleichtern dem Kind das Lernen zu jedem Zeitpunkt und ohne auf jemanden angewiesen zu sein, der die Vokabeln abfragt. Lern-Apps gibt es für alle Schulfächer und viele gute Apps sind kostenlos.

Papa kann die mathematischen Formeln auch nicht erklären? Wie gut, dass es im Internet engagierte Lehrer*innen gibt, die unzählige Unterrichtsthemen auf anschauliche Weise bei YouTube oder jugendgerecht sogar bei TikTok erklären. Auch sie können eine wertvollen Beitrag dazu leisten, die durch Corona entstandenen Lücken zu Hause im eigenen Lerntempo wieder zu schließen.

Bild: ©istock.com/Drazen Zigic

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