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Der SC Paderborn im Blickpunkt

Der SC Paderborn im Blickpunkt
Benteler-Arena; SC Paderborn – Werder Bremen (2:2); 26. April 2015, Bundesliga

Die 2. Bundesliga wird in der nächsten Saison unberechenbar: Der Hamburger SV, Werder Bremen und Schalke 04 werden in der zweiten Liga spielen, alle mit unterschiedlichen, aber bedeutenden Herausforderungen. Es besteht kein Zweifel daran, dass diesen drei Mannschaften die größte Aufmerksamkeit zuteilwird. In Ostwestfalen weiß man hingegen nicht wie es mit SC Paderborn 07 im Mai 2022 weitergehen wird. Paderborn ist als eine der deutschen Fahrstuhlmannschaften bekannt, denn allein in den letzten 8 Spielzeiten haben die Paderborner die Fahrt ihres Lebens hinter sich gebracht: drei Aufstiege, zwei Abstiege und auch zwei Erfolge im Landespokal. Der Aufstieg und Fall einer Stadt mit nur einer Mannschaft in Nordrhein-Westfalen in den letzten zehn Jahren ist absolut unvorstellbar. Eine Tatsache, wovon mitunter auch die Online Wetten deren sowohl positive als auch negative Auswirkungen spürten.

Alles begann 2014, als André Breitenreiter, ein junger, 39-jähriger, unerfahrener Trainer, es schaffte, Paderborn ins Traumland zu führen. Der junge Kern aus Spielern wie Elias Kachunga, Mario Vrancic und Florian Harthertz vollendete schließlich das Projekt, das seit Jahren an die Tür klopfte. Roger Schmidt und André Schubert waren beide nah dran, konnten aber beide nur einen fünften Platz erreichen. Der Kader war sehr ausgeglichen, erfahrene Spieler wie Markus Krösche, Uwe Hünemeier und Alban Meha trieben die Mannschaft an und gaben den jungen Spielern die Freiheit, so zu spielen, wie sie wollten. Uwe Hünemeier und Christian Strohdiek waren die Defensivpartner, die sich gut verstanden und in der Bundesligasaison 2019/20, Jahre später, die Hauptrolle spielten.

Die junge Mannschaft, die 2014 den zweiten Platz belegte, ging mit dem neu gewonnenen Selbstvertrauen in ihre erste Bundesliga-Saison. Nach einem fulminanten Start stand Paderborn bereits nach vier Spielen an der Tabellenspitze, mit einem 2:0-Heimsieg gegen Hannover 96, der durch ein Rekordtor besiegelt wurde – Moritz Stoppelkamps erstaunliches 82-Meter-Tor ist für jeden Paderborn-Fan einfach unvergesslich. Mit Siegen gegen den HSV, Hannover 96, Eintracht Frankfurt und Hertha Berlin ging Breitenreiter als Dreizehnter in die Winterpause, ohne dass die Mannschaft in Abstiegsgefahr geriet. Die zweite Saisonhälfte verlief völlig anders. Die 0:6-Heimniederlage gegen die Bayern im Februar und die 0:4-Klatsche auswärts bei Eintracht Frankfurt. Und die drei Niederlagen in Folge in den letzten drei Spielen, so dass Paderborn direkt wieder abstieg.

Im selben Sommer, in dem Breitenreiter zu Schalke 04 ging, bekam Interimstrainer Markus Gellhaus eine Chance. Er blieb bis zum 15. Oktober, als Paderborn am Abend zuvor mit 0:1 gegen den bis dahin sieglosen MSV Duisburg verlor. Sieben Punkte aus den ersten zehn Spielen waren nicht genug und Gellhaus wurde entlassen.

Als nächstes kam der ehemalige Mittelfeldspieler von Bayern München und Borussia Mönchengladbach, Stefan Effenberg. Obwohl er seine ersten beiden Spiele gewann, ohne ein Gegentor zu kassieren, war sein drittes Spiel als Trainer der Wendepunkt. Borussia Dortmund siegte locker mit 7:1 und zog in die zweite Runde des DFB-Pokals ein. Im März 2016, noch bevor er sein drittes Spiel als Paderborner Trainer gewinnen konnte, wurde er entlassen.

Rene Müller, der Trainer der Akademie, wurde als Interimstrainer eingesetzt. Paderborn konnte in den verbleibenden zehn Spielen nur noch neun Punkte holen und landete erneut auf dem letzten Platz, dieses Mal in einer Liga, in der man nur zwei Jahre zuvor Vizemeister geworden war. Müller machte als Trainer weiter und musste versuchen, in nur wenigen Monaten eine neue Mannschaft zu formen, da zwanzig Spieler kamen und ebenso viele gingen. Die fehlende Chemie war unübersehbar, und die 0:5-Niederlage gegen Lotte beendete die Amtszeit von Rene Müller. Das scheinbar nicht enden wollende Trainerkarussell ging weiter und als nächstes war Stefan Emmerling an der Reihe. Er schaffte es, vier Siege zu holen, bevor eine weitere schwere Niederlage bedeutete, dass seine Zeit abgelaufen war, nur ein paar Monate nach seinem Antritt. Steffen Baumgart war der nächste. Am Ende stand der Gewinn des Landespokals, aber elf Punkte aus fünf Spielen reichten nicht aus. Der SC Paderborn 07 war die erste Mannschaft, die in einer Saison aus der Bundesliga in die Regionalliga abstieg. Aus heiterem Himmel sorgte die finanzielle Schieflage eines der größten bayerischen Vereine dafür, dass Paderborn nur mit knapper Not überlebte. 1860 München konnte die Lizenzgebühr nicht bezahlen. Baumgart hatte also eine zweite Chance.

Baumgart setzte den von den Fans geliebten Spielfluss, den unterhaltsamen und offensiven Fußball fort und zerstörte die Mannschaften der 3. Liga, die Paderborn noch eine Saison zuvor zur Verzweiflung gebracht hatten. Paderborn war auf Anhieb aufgestiegen, ein zweiter Platz reichte, um wieder in die Spur zu kommen. Sie hatten neunzig Tore geschossen, mehr als in den drei vorangegangenen Spielzeiten zusammen. Eine Reihe von späten Erfolgen wie das 1:3 gegen Union Berlin und das 4:1 gegen den Hamburger SV sorgten dafür, dass die Paderborner am letzten Spieltag alles in der eigenen Hand hatten. Sie mussten nur noch Dynamo Dresden schlagen. Leider verloren sie aber auswärts mit 1:3 und musste sich auf andere Ergebnisse verlassen. Union Berlin lag gegen den VfL Bochum 10 Minuten vor Schluss mit 2 Toren zurück. Sie schafften es, den Ausgleich zu erzielen, aber das war nicht genug. Paderborn lag mit 5 Toren Unterschied vorn. Ein weiterer Aufstieg verblüffte die 2. Bundesliga völlig, denn der neue Aufsteiger Paderborn war wieder ganz oben mit dabei. Steffen Baumgart wechselt im Sommer zum 1. FC Köln und mit Lukas Kwasniok gibt es einen weiteren neuen Trainer, der so alt ist wie André Breitenreiter bei seinem Amtsantritt in Ostwestfalen. Stammspieler wie Sebastian Schonlau, Christopher Antwi-Adjei und Sebastian Vasiladis, die alle einen großen Anteil an der Wende hatten, sind nicht mehr dabei. Es gibt eine neue 2. Bundesliga, die ungewöhnlich und wahrlich unberechenbar ist. Was man von Paderborn in der nächsten Saison erwarten kann, ist guter Fußball, Spannung, eine aggressive Spielweise und vor allem: das Geheimnis, das der SC Paderborn 07 ist.

Bild oben: Ungry Young Man from Vienna, Austria, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

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