Connect with us

Umwelt&Energie

Extremwetter häuft sich – was tun?

Unwetter symbolisch

Die Flutkatastrophe der letzten Tage hat ganz Nordrhein-Westfalen geschockt. Während die Aufräumarbeiten andauern, stellt sich für viele die Frage nach dem zukünftigen Schutz.

Landkreis Paderborn blieb verschont

Aufatmen in Paderborn: Tiefdruckgebiet “Bernd” ist endlich abgezogen und die Starkregengefahr vorerst gebannt. Die Region wurde weitgehend von Überschwemmungen verschont. Insgesamt 170 Feuerwehrleute aus Paderborn und Höxter eilten dem schwer betroffenen Märkischen Kreis zur Hilfe. Während überall die Aufräumarbeiten beginnen, stehen zwei bange Fragen im Raum: Werden solche Extremwetterlagen häufiger und wenn ja, welche Schutzmaßnahmen kann jeder einzelne treffen?

Extremwetterlagen nehmen zu

Die schlechte Nachricht: Extremwetterlagen werden aufgrund des Klimawandels weiter zunehmen. Das Tiefdruckgebiet “Bernd” konnte eine derartige Zerstörungskraft entfalten, weil es sich lange Zeit kaum bewegte und entsprechend viel Regen auf bestimmte Regionen fiel. Meteorologen erklären dies mit dem schwächer gewordenen Jetstream, der Tiefdruckgebiete sonst schneller voran schiebt. Dass der Jetstream, der die Wetterküche Europas im Atlantik stark beeinflusst, wieder kräftiger wird, ist aufgrund der anhaltenden Erderwärmung unwahrscheinlich. Die gute Nachricht: Bis zu einem gewissen Grad kann sich jeder Mensch selbst schützen.

Wetterwarnsysteme helfen

Heute muss niemand mehr darauf achten, die Wettervorhersage in den abendlichen Hauptnachrichten nicht zu verpassen. Wetterinformationen stehen rund um die Uhr online zur Verfügung. Mit Hilfe eines Regenradars lassen sich die Entwicklung von Regenbändern und die Stärke des Regens einfach verfolgen. Organisationen wie der Deutsche Wetterdienst verschicken auf Wunsch Push-Nachrichten mit Warnungen vor Extremwetter wie Starkregen, heftigen Gewittern und Stürmen. Verbraucher können heute hochwertige Wetterstationen im Garten aufstellen, die punktgenaue Informationen für den eigenen Wohnort liefern. Umfassende Kenntnisse in Meteorologie sind dafür nicht erforderlich, denn die Daten werden von einer zugehörigen App ausgewertet.

Das eigene Haus vor Hochwasser schützen

Einen hundertprozentigen Schutz vor Hochwasser im eigenen Haus gibt es natürlich nicht, doch Menschen in Wohnlagen mit erhöhtem Risiko können Vorsichtsmaßnahmen treffen. Dazu gehören hohe Regale im Keller, in denen sich wichtige Gegenstände möglichst hoch lagern lassen. Der Keller selbst sollte mit Schutzelementen für die Fenster und Hochwasserschutzwänden gesichert werden. Pflicht ist eine Wasserpumpe, mit der Kellerräume selbst leergepumpt werden können, ohne auf die meist völlig überlastete Feuerwehr zu warten. Ganz wichtig ist auch eine Notfallausrüstung mit Taschenlampen, Lebensmitteln und viel Wasser für den Fall, das das Haus oder der Ort von der Versorgung abgeschnitten wird. Das Hochwasser Kompetenz Centrum e.V. hat einen Fragebogen entwickelt, mit dem jeder Hauseigentümer sein Haus auf Hochwassergefährdung überprüfen kann.

Bild: ©istock.com/trendobjects

Beschäftigte der Universität fordern ein Ende der prekären Arbeitsverhältnisse

Beruf&Bildung

Nach Hochwasser nasse Keller schnell und sorgfältig trocknen

Verbraucher

Green Airlines setzt Touristikgeschäft pandemiebedingt aus

Reisen

Tennisspieler Tennisspieler

Erster Heimsieg in der Bundesliga-Historie

Sport

Werbung
Connect