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News aus Arnsberg

Merkhilfen richtig anwenden – in Soest wurden sechs neue Gedächtnis-Trainer ausgebildet

Gruppenfoto
Monika Henneböhle, Ilona Spies, Patrik Siebert, Referentin Gaby Gill, Simone Goetter-Grünewald, Marion Runte-Heinatz und Frank Düser (v.l.) nach dem erfolgreichen Abschluss.

Soest. Geschafft. Ein Lächeln steht ihnen im Gesicht. Sechs neue Referent*innen für Ganzheitliches Gedächtnistraining wurden in Soest ausgebildet und erhielten jetzt ihr Zertifikat. Nach einem harten Stück Arbeit, viel Freude, sehr viel Lernstoff, aber unheimlich viel Spaß nahmen vier Frauen und zwei Männer stolz ihre Urkunden aus der Hand von Gaby Gill entgegen. Sie ist Ausbildungs-Referentin beim Bundesverband für Gedächtnistraining. Das Ganzheitliche Gedächtnistraining bezieht alle Sinne und beide Gehirnhälften ein und führt nachweislich zu einer Steigerung der allgemeinen Lernfähigkeit. Zudem hebt es das körperliche und geistige Wohlbefinden.

Der dreiteilige Kurs fand über jeweils fünf Tage in der Tagungsstätte Soest der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen statt. 120 Unterrichtseinheiten standen auf dem Programm. Geplant war die Prüfung bereits im August, doch Corona durchkreuzte den Zeitplan. Jetzt wurde die Ausbildung abgeschlossen und Monika Henneböhle (Arnsberg), Simone Goetter-Grünewald (Möhnesee), llona Spies (Kreuztal), Marion Runte-Heinatz (Borgeln), Patrick Siebert (Meschede) und Frank Düser (Bad Sassendorf) meisterten die theoretische und praktische Prüfung mit Bravour. „Alle haben sich sehr gut auf die Prüfung vorbereitet, eindrucksvolle Ergebnisse abgeliefert und kreative Trainingseinheiten durchgeführt“, lobte Gill die Absolvent*innen.

Dabei fanden in dem Kurs völlig unterschiedliche Menschen zwischen 32 und 69 Jahren zusammen. Sie haben verschiedene Berufe, unterschiedliche Stärken und individuelle Pläne mit ihrem erlangten Wissen. Das Ganzheitliche Gedächtnistraining (GGT) ist für jede Altersgruppe geeignet. Es kann bei Kindern die Konzentration ebenso stärken wie bei Jugendlichen Lernhilfen und Merktechniken zur Verfügung stellen. Erwachsene können zum Beispiel berufsbezogen über Mnemotechniken besondere Merkhilfen erlernen. Ältere Menschen können sich mit dem GGT einfach geistig fit halten. „Selbst im Sport bei den Profis kommt das GGT zum Einsatz, um die kleinen Vorteile durch geistige Frische zu erzielen“, ergänzt Frank Düser.

Natürlich kommt das GGT auch bei Menschen mit Beeinträchtigungen zum Einsatz. So kann es nach einem Schlaganfall bei der Wortfindung ebenso helfen wie bei Demenz den Verlauf etwas verlangsamen oder zumindest die Lebensfreude durch Erfolgserlebnisse steigern. Ein gezielt ein-gesetztes regelmäßiges GGT steigert bei Kindern und Erwachsenen jeden Alters die Konzentration und Merkfähigkeit.

„Die Vielseitigkeit ist faszinierend. Viele Unterrichtsstunden vergingen wie im Flug, so spannend waren die Themen. Auch die praktischen Übungen machten sehr viel Spaß, wobei jeder im Kurs andere Vorlieben hatte“, verriet Simone Goetter-Grünewald, die ihr neues Fachwissen vorwiegend bei der Arbeit an Demenz Erkrankten einsetzen will. Monika Henneböhle, die sich als Senior-Trainerin engagiert, möchte das Erlernte in Gruppen im Kreis Arnsberg einbringen. „Ich bin noch nicht ganz sicher, was ich mit dem neuen Wissen anfange. Auf jeden Fall ist es eine Bereicherung für mein Leben und öffnet neue Türen“, ist Ilona Spies froh, diesen Kurs besucht zu haben. „Wir waren ein gutes Team, haben uns gegenseitig motiviert und geholfen. Jeder Unterrichtstag hat Spaß gemacht“, sieht auch Marion Runte-Heinatz den Kurs, den sie zur beruflichen Weiterbildung nutzt, sehr positiv.

Bei dem Kurs war ein hohes Maß an Selbstdisziplin erforderlich. Gerade vor dem letzten Abschnitt musste viel gelernt werden. Alle mussten zur Prüfung im Rahmen einer Hausarbeit eine Trainings-stunde planen, ausarbeiten, durchführen und abschließend reflektieren. Zudem war eine theoretische Prüfung zu absolvieren. Zum Abschluss wurde noch eine Einheit nach Vorgabe der Zielgruppe und mit einer begrenzten Themenauswahl in der Kleingruppe geplant und durchgeführt. „Das hört sich schlimmer an, als es ist“, erklärt Gaby Gill, die dem aktuellen Kurs rundum tolle Leistungen bescheinigt. Und dass es nicht so schlimm gewesen sein kann, bestätigen die glücklichen Absolvent*innen; alle würden den Kurs noch einmal belegen: „Es kommt nicht darauf an was man lernt, sondern das man lernt“, war ihr Motto.

Der nächste Ausbildungskurs zur Ganzheitlichen Gedächtnistrainer*in wird vom 24.02. bis 27.06.2021 von der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen angeboten.

Foto: Dittrich-Kostädt/Frauenhilfe

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