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Wirtschaft

Meißel oder Material? – Wie Mittelständler das Zeitalter der Transformationen gestalten müssen

Bielefeld. Wachsende Herausforderungen, veränderte Makrotrends, differenzierte Geschäftsmodelle – die Ansprüche an Unternehmen sind in dieser Zeit der Transformationen immens. Das weiß auch Fränzi Kühne, Gründerin von TLGG und ehemals jüngste Aufsichtsrätin in einem DAX-Konzern. Beim Kickoff-Event zum Innovation Gym von Open Innovation City Bielefeld gab sie gestern Denkanstöße und wichtigen Input für rund 150 zugeschaltete Unternehmer:innen aus Bielefeld und OWL.

In ihrer Keynote, die der Auftakt für das neue Fortbildungsformat Innovation Gym von Open Innovation City war, standen Themen wie Wettbewerb, neue Technologien, Kundenverhalten, Nachhaltigkeit und natürlich auch COVID-19 im Fokus. Dabei stieg sie mit einer provokanten Kernthese ein: „Gestalten kann der, der in der Lage ist, angemessen auf externe Entwicklungen zu reagieren.“ Angemessenheit bedeute demnach auch, seinen eigenen Weg zu finden. Aber wie sieht dieses WIE (dieser Weg) in der Realität und an welchen Stellen setzen Organisationen an, wenn es darum geht, die Innovationsprozesse anzustoßen? Blaupausen gäbe es dabei nicht, so Kühne, aber viele Möglichkeiten, einen ersten Schritt zu gehen. „Der erste Schritt muss sicherlich sein, zu erkennen, dass sich etwas verändern muss. Eine Absichtserklärung, ein aufbauendes agileres Unternehmensdesign, die Implementierung des Prozesses, Hackathons, die Analyse des Teams – das sind wichtige Schritte auf dem Weg, um als Organisation innovativer zu werden.“, sagt Fränzi Kühne.

Als Mitgründerin von TLGG und Aufsichtsrätin bei der Freenet AG sowie der Württembergischen Versicherung ist Fränzi Kühne heute eine der bekanntesten und anerkanntesten Personen zum Thema Innovationsmanagement. In ihrer eigenen Firma konnte sie viele dieser Schritte in der praktischen Umsetzung bereits erproben und hat dabei vor allem eins gemerkt: „Bei allen Schritten hin zu Veränderungen ist es unglaublich wichtig, das Team mitzunehmen und eine gemeinsame Kultur zu schaffen. Das bedeutet auch, dass der Vorstand seine Mitarbeiter:innen in die Prozesse von Anfang an mit einbindet.“

Für den deutschen und damit auch den ostwestfälisch-lippischen Mittelstand hat sie daher eine klare Botschaft: „Angst zu haben, ist keine Option.“ Sie macht den zugeschalteten Teilnehmern:innen des Kickoff-Events Mut, agil zu sein und zu agieren, denn genau an dieser Stelle setze das Innovation Gym an. Das Innovation Gym ist eine sich wiederholende kostenlose und neue Fortbildungsreihe für Unternehmen und Organisationen vorrangig aus der Region Ostwesfalen-Lippe. In inhaltlich aufeinander aufbauenden Workshops werden durch professionelle Innovationsberater aktuelle Trends und Entwicklungen rund um Innovationsförderung, Knowhow zu Innovationen sowie zu Methoden und Instrumenten für die Umsetzung des Kreativprozesses vermittelt. Ziel ist es, Institutionen zu fördern und somit Bielefeld zu einer der innovativsten Regionen Europas zu machen.

Unternehmen und Organisationen, die sich für eine Teilnahme am Innovation Gym bewerben möchten, können dies ab sofort unter www.openinnovationcity.de/innovation-gym tun. Die Bewerbungsfrist endet am 9. Dezember 2020, Ende des Jahres werden die Teilnehmer:innen für den Start der Workshopreihe von Januar bis Mai 2021 benachrichtigt.

Frau mit Diplom in der Hand. Frau mit Diplom in der Hand.

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