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ADFC NRW fordert kurzfristig mehr Corona-Abstand

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club NRW (ADFC NRW) fordert, dass das Radfahren endlich als aktiver Pandemieschutz verstanden und für die aktive Gesundheitsförderung genutzt wird. Obwohl der Verband bereits auf dem Höhepunkt der Coronapandemie im März darauf hingewiesen habe, seien die Behörden mit keinem schlüssigen Verkehrskonzept auf die steigenden Infektionszahlen vorbereitet und versäumten weiterhin, Platz für den Radverkehr zu schaffen. Die aktuelle Pandemiesituation offenbare das Hauptproblem: Es fehlt an Platz fürs Rad, damit die Menschen die erforderlichen Abstände einhalten können. Neben der Anordnung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Öffentlichkeit, fehlt es laut ADFC aber vor allem an weiteren Maßnahmen, um mehr Menschen das sichere Radfahren mit Abstand zu ermöglichen.

Thomas Semmelmann, der Landesvorsitzende des ADFC NRW, findet klar Worte:

„Die Gesundheit der Menschen hat für uns höchste Priorität und Maskentragen ist eine wichtige Maßnahme, wenn kein Abstand gehalten werden kann. Aber wir verspielen die Akzeptanz in den Mund-Nasen-Schutz, wenn durch die Phantasielosigkeit der Politik nun Schülern zusätzlich zum ganzen Schultag und auf dem Pausenhof jetzt noch auf dem Weg mit dem Rad zur Schule und nach Hause der Maskenpflicht unterliegen. Und das, obwohl durch einfache Maßnahmen schnell und unbürokratisch pandemiesichere Schulradwege geschaffen werden können.“

ADFC NRW regt „Corona-Grün“ an

Dabei sei die Lösung so einfach: Radfahrenden müsse lediglich ermöglicht werden, dass sie überhaupt Abstand halten können, was ja der beste Schutz sei und auch von jedem Bürger verlangt werde. Aber das sei oft nicht möglich, weil Radwege zu schmal ausgelegt und Radampeln viel zu lange rot seien. Daher „knubbele“ es sich morgens oft an Kreuzungen, weil viele noch bei der kurzen Grünphase gleichzeitig rüber wollen.

Thomas Semmelmann: „Warum denken wir nicht mal über eine Art „Corona-Grün“ nach? Dabei könnten Schülerlotsen oder Polizisten auf stark frequentierten Schulradwegen bei Bedarf den Vorrang für den Radverkehr sicher regeln. Das wäre die schnellste, kostengünstigste und einfachste Möglichkeit, damit Kinder und Radpendler auf dem Weg zur Schule oder Arbeit mit Abstand und ohne Gefährdung über die Ampel kommen. Das ist praktischer Pandemie- und Klimaschutz gleichzeitig, der sich an der Lebenswirklichkeit der Radfahrenden während Corona orientiert“, so Semmelmann.

ADFC NRW will eigenen „Corona-Grün“-Testversuch in NRW starten

Aktuell laufen die Planungen in einer Gemeinde in NRW, um in Zusammenarbeit mit Polizei und ehrenamtlichen Helfern des ADFC einen Modellversuch zu starten, so der nordrhein-westfälische Fahrrad-Club. Eine weitere Maßnahme um kurzfristig den Abstand insbesondere zwischen Fuß- und Radverkehr zu ermöglichen, ist die konsequente Aufhebung der Benutzungspflicht dort, wo der Abstand auf gemeinsamen und getrennten Geh- und Radwegen nicht eingehalten werden kann. Um den Radverkehr sicher auf der Fahrbahn zu führen, haben sich unter anderem „Pop-Up-Radwege“ bewährt, die durch die Umwidmung einer Fahrspur einen sicheren Platz für Radverkehr mit pandemiesicherem Abstand schaffen.

„Wenn wir jetzt nicht handeln und nicht sofort mehr Platz und eine vorrangige Ampelschaltung für Radfahrende und den Fußverkehr schaffen, werden wir im Frühjahr überfordert sein, wenn deutlich mehr Menschen aufs Rad steigen. Wir brauchen jetzt Konzepte, damit das Potential des Radverkehrs sich positiv auf Entwicklung der Coronapandemie auswirken kann“, sagt Thomas Semmelmann vom ADFC-NRW.

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