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Wirtschaft

New Work als Arbeitsmodell der Zukunft

Wirtschaftsjunioren Paderborn+Höxter: Neujahrsempfang nimmt die Arbeitswelt in den Blick. Gastredner Sven L. Franzen wünscht sich mehr Mut von den Unternehmern.

Gruppenfoto

Paderborn (MH). Der Neujahrsempfang der Wirtschaftsjunioren und des Wirtschaftsclubs Paderborn+Höxter stand unter dem Oberthema „Neu“. Im Hotel Vivendi stellte sich zunächst der neue Vorstand und den Vorsitzenden Kevin Taron vor. Dann beleuchtete Sven L. Franzen, Geschäftsführer der Frankfurter Marketingagentur Tiger Marketing Group GmbH, das Thema „New Work! – Zukunft schon heute und warum es genial ist“.

Franzen, der mit 16 Jahren sein erstes Unternehmen gegründet hatte, tritt für nicht weniger als für eine Revolutionierung des Arbeitsmarktes ein: „Das Arbeitsrecht war das Gerüst der Industriegesellschaft. In Zeiten von Digitalisierung und Industrie 4.0 ist das nicht mehr zeitgemäß. Die individuellen Bedürfnisse jedes Einzelnen rücken durch die digitalen Möglichkeiten verstärkt in den Vordergrund. Das Leben besteht für uns nicht mehr nur aus Arbeit. Wir wollen unsere Zeit sinnhaft einsetzen. Das muss sich in der täglichen Arbeit wiederspiegeln.“ Was er damit konkret meint, zeigte Franzen am Beispiel seines eigenen Unternehmens. Dort gibt es keine starren Arbeitszeiten und nur eine Vier- statt einer Fünf-Tage-Woche. „Wie haben die Arbeit dem Leben und nicht das Leben der Arbeit angepasst. Meine Mitarbeiter arbeiten, wenn sie dazu in der Lage sind. Dann sind sie bereit, können kreativ sein und Leistung für das Unternehmen bringen. Überprüfungskriterium für ihre Arbeit ist am Ende die Qualität des Ergebnisses. Wir müssen raus aus unseren starren Mustern und Mut haben für neue Innovationen. Die Digitalisierung gibt uns alle Möglichkeiten an die Hand, denn wir können von jedem Ort aus tätig werden“, so Franzen.

Der Vortrag wurde von den Zuhörern allerdings auch kritisch hinterfragt. Speziell was die Umsetzbarkeit des Modells außerhalb der Dienstleitungsbranche, zum Beispiel im Handwerkt angeht. Franzen sieht darin eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe: „Wir haben ja noch nicht mal damit begonnen, es zu versuchen und uns abzusprechen. Natürlich müssen alle bereit sein, neu zu denken.“ Die Wirtschaftsjunioren Deutschland haben zum Thema New Work aktuell ein Positionspapier aufgesetzt, welches der Vorsitzende der Wirtschaftsjunioren Paderborn+Höxter, Kevin Taron bereits vor dem Vortrag von Franzen kurz vorgestellt hatte. Darin sprechen sich die WJ ebenso für eine größere Öffnung Deutschlands im Bereich Digitalisierung und für weniger staatliche Regulierung aus. Gleichzeitig müssten die Schulen schon Kinder und Jugendliche besser auf die Arbeitswelt vorbereiten und digitale Werkzeuge in den Unterricht aufnehmen.

„Es braucht mehr Vertrauen darin, dass Unternehmer verantwortungsvoll mit der Digitalisierung umgehen werden“, forderte Taron, der zudem einen Ausblick auf die künftige Ausrichtung gab. „Wir sind ein starkes Netzwerk, mit Mitgliedern, die eine hohe Fachkompetenz besitzen. Unser Ziel ist, stärker Position zu beziehen und uns in die politischen und gesellschaftlichen Diskussionen einzubringen. Dazu wollen wir auch intern noch besser kommunizieren und unsere Mitglieder durch viele Trainings- und Workshopangebote Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen“, betont Taron. Aktuell wird an einer Mitgliederbefragung gearbeitet, um einen Status quo zu ermitteln. „Ich kann nur alle aufrufen, mitzuwirken und dieses produktive Netzwerk weiter nach vorne zu bringen“, sagte Taron.

Fotoquelle: Mark Heinemann

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