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Gedenk-Stele für Ordensgründerin

Gedenk-Stele für Ordensgründerin
Pater Klaus Scheppe OFM segnete am Dienstag auf dem Friedhof am Mutterhaus der Franziskanerinnen eine Gedenk-Stele zur Erinnerung an die Ordensgründerin Mutter M. Clara Pfänder.

Salzkotten (fcjm). Auf dem Friedhof am Mutterhaus der Franziskanerinnen Salzkotten segnete am Dienstag, 18. Februar, der Franziskanerpater Klaus Scheppe eine Gedenk-Stele zur Erinnerung an die Ordensgründerin Mutter M. Clara Pfänder. Viele Ordensschwestern und Mitglieder der Laiengemeinschaft Koinonia nahmen an der Segnung teil.

Das Datum war nicht zufällig gewählt, denn am 18. Februar 2018, wurde die Gründerin feierlich im Hohen Dom zu Paderborn von Erzbischof Hans-Josef Becker rehabilitiert. Warum? Schon der Blick auf ihre Lebensdaten – geboren 1827 in Hallenberg im Sauerland, gestorben 1882 in Rom, Ruhestätte Campo Verano – lässt ein Leben vermuten, das nicht geradlinig verlaufen ist.

Mutter M. Clara Pfänder, welche die Kongregation im Jahre 1859/60 in Olpe gründete und das Mutterhaus im Jahre 1863 nach Salzkotten verlegte, geriet während des 1870 beginnenden Kulturkampfes in große Schwierigkeiten. Im Juni 1880 legte sie, veranlasst von den Diözesan-Verwaltern in Paderborn, ihr Amt als Generaloberin nieder. Ihr Weg führte sie über Metz nach Rom, um beim Hl. Vater Gerechtigkeit zu suchen, leider vergeblich. Arm und verlassen starb sie in der Ewigen Stadt.

Durch das Auffinden ihrer Dokumente in den 1970er Jahren wurde die Ungerechtigkeit, die ihr damals seitens der Geistlichkeit angetan wurde, aufgedeckt. In der Engelkapelle des Hohen Domes zu Paderborn durfte Mutter M. Clara 2018 zu Ehren kommen. Jetzt wird die Erinnerung an sie auch auf dem Mutterhausfriedhof mit dem Wort des Propheten Daniel (12,3) neu lebendig gehalten: „Die viele in Gerechtigkeit unterwiesen haben, werden leuchten wie die Sterne des Himmels.“ Pater Klaus Scheppe OFM sprach davon, dass mit diesem Gedenktag und der Segnung der Stele Mutter M. Clara auch von Rom nach Salzkotten zurückkehrt, zu den Ursprüngen der Gemeinschaft, „nach Hause“ in die Reihen ihrer Schwestern. In der anschließenden Begegnung tauschten sich Schwestern und Koinonia- Geschwister darüber aus, was ihnen Mutter M. Clara für ihr Leben und ihren Glauben bedeutet.

Foto: Sr. M. Alexandra Völzke

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