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Auto&Verkehr

Wann gilt ein Auto als sicher?

Bild von Marcel Langthim auf Pixabay

Vermutlich werden nur wenige von Ihnen maßgeblich darauf achten, wie gut Ihr Wagen in Sicherheitstests abgeschnitten hat. Dies mag vor allem daran liegen, dass Sicherheit heutzutage großgeschrieben, weil unsere Zukunft mobil ist. Doch wann genau gilt ein Auto als verkehrssicher?

Alles beginnt bei der Entwicklung

Bereits beim Designen und Entwickeln eines neuen Automodells achten die Profis darauf, dass die Zusammensetzung auf Sicherheit schließen lässt. Dies beginnt bereits bei der Wahl von dickeren Blechteilen, wodurch auch kleinere Dellen oder Kratzer weniger schnell sichtbar werden. Seit der Airbag-Pflicht muss zudem dafür gesorgt werden, dass dieser einwandfrei und problemlos auslöst, wenn es zu einer Kollision kommt.
Während der erste Airbag im Jahr 1951 patentiert wurde und heute nur noch mangelhafte Noten erhalten würde, lösen Airbags bei sicheren Autos heute automatisch aus, wenn es zu einem Aufprall mit einer Geschwindigkeit von über 25 km pro Stunde kommt. In nur wenigen Millisekunden öffnet sich das mit Druckluft gefüllte Kissen an jeder Stelle des Autos. Dadurch landen Sie beim Aufprall meist weich und erleiden nur wenige bis gar keine Verletzungen.

Das ewige Predigen, den Sicherheitsgurt anzulegen

Kinder sehen es gerne als lästig an, sich anschnallen zu müssen. Viel mehr Spaß macht es, sich mit den Kurven im Auto in die entsprechende Richtung zu lehnen. Allerdings sind hochgradige Verletzungen bereits bei 20 km pro Stunde oder weniger möglich, wenn kein Sicherheitsgurt angelegt wurde. Aus diesem Grund muss der Gurt von hoher Qualität und fehlerfrei sein. Der Gurt sollte nicht nur in potenziellen Gefahrensituationen, sondern zu jeder Zeit angelegt werden. Wer sich nicht daran hält, erhält eine Geldstrafe und einen Punkt in Flensburg.
Weil Sie als Fahrer nicht aktiv werden müssen, gilt das Anlegen des Sicherheitsgurtes während der Fahrt als einfache und schnelle Möglichkeit, die Sicherheitsausstattung Ihres Autos passiv zu beeinflussen.

Hartes Blech, doch nicht überall: die Knautschzonen

Bei Unfällen jeglicher Art kommt es zu einem Aufprall, durch den die Passagiere und der Fahrer im Auto mit g-Kräften in eine Richtung geschleudert werden. Anders, als es damals üblich war, werden Autos heutzutage nicht mehr an jeder Stelle massiv und mit dickem Blech verbaut.
Hartes Blech bedeutet weniger Abfederung, wodurch das Schleudern der Mitfahrer erhöht wird. Um Verletzungen möglichst vorzubeugen, wurden die sogenannten Knautschzonen entwickelt. Dabei handelt es sich um Orte an der Autokarosserie, die bewusst eher instabil sind und sich bei einer Kollision deformieren. Trotz der Kollision kann somit eine geringere Spannung und Abfederung vermieden werden. Ein Auto ist dementsprechend nicht sofort unsicher, nur weil es bei einem Unfall starke Demolierungen aufweist. Es kann sogar durchaus sein, dass es zum äußerlichen Totalschaden kommt, sodass ein Autoverwerter in Betracht gezogen werden sollte. Durch diesen können Sie Ihr sicheres, aber dennoch demoliertes Fahrzeug, abtransportieren lassen.

Der Weg bis zum Verkauf

Bis ein Auto schließlich auf den Markt gelangt und verkauft werden kann, vergehen viele Monate. Dies liegt daran, dass unterschiedliche Überprüfungen gemacht werden müssen. In diesen Überprüfungen werden sogenannte Dummies in die Modelle gesetzt. Durch automatischer bzw. computergesteuerter Lenkung rasen die Karosserie samt Fahrer auf Hindernisse zu. Das Resultat: viel Blechschaden, aber auch viele Testergebnisse, die immer weiter idealisiert werden müssen. Erst, wenn das Sicherheitsrisiko schwindend gering ist, kommen Sie als Käufer ins Spiel.

Sicherheit beginnt beim Fahren

Ein stabiles, sicheres und gut gepolstertes Auto trägt keine Nachteile mit sich. Im Gegenteil: Wenn Sie die nötigen finanziellen Mittel haben, ist es für Sie eine gute Möglichkeit, sich sicherer fortbewegen zu können. Im Falle eines Unfalls können Sie unbeschadet bleiben und Ihr Auto einem Autoverwerter anvertrauen. Sicherheit beginnt aber nicht nur bei den verbauten Bauteilen, sondern bereits bei Ihnen als Fahrer. Achten Sie auf den Verkehr, fahren Sie umsichtig und rechnen Sie mit Fehlern anderer. Wer reflektiert fährt, fährt sicher.

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