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Paderborn

Stadthaus-Dialog: "Vieles ist klarer geworden"

Etwa 120 Teilnehmer am Samstagmorgen im Rathaus

Publikum
Etwa 120 Bürgerinnen und Bürger hatten am Samstagvormittag die Chance genutzt, sich über die Neubaupläne der Verwaltung Am Abdinghof zu informieren und ihre Meinungen, Wünsche und Anregungen einzubringen.

“Vieles ist klarer geworden”. Das Fazit vom Architekten Peter Fölse könnte auch das Fazit des Stadthaus-Dialogs insgesamt sein. Etwa 120 Bürgerinnen und Bürger hatten am Samstagvormittag die Chance genutzt, sich über die Neubaupläne der Verwaltung Am Abdinghof zu informieren und ihre Meinungen, Wünsche und Anregungen einzubringen.

Wer dies noch tun möchte, kann den Stadthaus-Dialog auch online unter der Adresse www.paderborn.de noch bis zum Sonntag, 10. November, weiterführen. Für diese Form der Online-Bürgerbeteiligung hat die Paderborner Stadtverwaltung eine spezielle Plattform eingerichtet. Hier werden auch Informationen zum Projekt sowie eine durchgehende Dokumentation des Beteiligungsverfahrens präsentiert.

Nach Abschluss des Beteiligungsverfahrens werden die Ergebnisse verarbeitet und ausgehend von dem Wettbewerbsergebnis aus 2018 von Verwaltung und Planungsbüro auf eine mögliche Umsetzung geprüft. Sie sollen in Abstimmung mit dem Rat und seinen Ausschüssen in den Planungsprozess eingebracht werden, bevor im Januar 2020 ein politischer Beschluss gefasst werden soll. In einer Ausstellung soll das Ergebnis anschließend öffentlich präsentiert werden.

Unter der Moderation von Simone Neddermann und dem Team des Büros PLANKOM wurde nach einer zentralen Begrüßung in mehreren Gruppen an den folgenden Fragen gearbeitet: Was finde ich im neugeplanten Stadthaus Am Abdinghof? Wie fügt sich der Bau in die Umgebung ein? Wie wird der Freiraum um das neue Gebäude gestaltet? Wie wirtschaftlich ist das neue Gebäude? Wie nachhaltig und inklusiv ist das Stadthaus? Da der Rat der Stadt Paderborn im Juni 2019 bereits beschlossen hat, dass die bestehende Busspur sowie die zwölf Linden am Marienplatz erhalten bleiben, wurde die Gestaltung des Marienplatzes nicht Bestandteil des Beteiligungsverfahrens.

Was finde ich im Stadthaus?

Ein zentraler Bürgerservice mit Verwaltungsdiensleistungen, Bibliothek, Cafe, Tourismusangeboten, Ticketverkauf für Kulturveranstaltungen und benachbartem Einzelhandel ist das Herzstück der Planung. Auch ein Fahrradparkhaus ist vorgesehen. “Diese Markthalle finde ich sehr gut”, sagte Sighild Hillebrand, “man müsse jedoch an die Akustik denken, damit es dort nicht so laut wird. Die Verwaltung will 230 Arbeitsplätze in dem Neubau unterbringen.

Wie fügt sich der Bau in die Umgebung ein?

Auf großes Interesse stieß dieses Thema. In der Diskussion mit Martin Behet und Roland Bondzio vom Architekturbüro Behet Bondzio Lin ging es um die Gestaltung des Eingangs am Marienplatz, um die Fassade sowie um das räumliche Umfeld des neuen Gebäudes. An einem digitalen Modell konnte der Entwurf aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden. Dabei zeigte sich unter anderem, dass das neue Stadthaus nicht höher als das jetzige Verwaltungsgebäude sein soll, sondern sich der höchste Punkt nur verlagert. Darüber hinaus wurden Varianten der Eingangsgestaltung diskutiert, die auf die neue Situation – das Bestehenbleiben des Marienplatzes und der zwölf Linden – reagiert. Kontrovers wurden insbesondere die vorhandene Busspur sowie die Gestaltung der Treppe, die in das Stadthaus führen soll, diskutiert.

Wie wird der Freiraum um das Gebäude gestaltet?

Im Blickpunkt bei dieser Frage standen der Franz-Stock-Platz, der Platz Am Abdinghof und die Gutenbergstraße. Zentrale Forderung in den Diskussionen war der Erhalt und Ausbau des Grüns in dem Bereich. Auch die Forderung nach einer Baumschutzsatzung in Paderborn war zu vernehmen. Angeregt wurde auch die Grenze zwischen Paderquellgebiet und Abdinghofplatz fließender zu gestalten, damit Quellgebiet und Platz ineinander übergehen können.

Wie wirtschaftlich ist das neue Gebäude?

In der Diskussion um die Wirtschaftlichkeit des Gebäudes wurden unter anderem die Auswirkungen auf den Haushalt der Stadt Paderborn und die wirtschaftlichen Effekte des Stadthauses auf die Innenstadt diskutiert. Die Forderung, auch das Thema Nachhaltigkeit wirtschaftlich zu betrachten, stellte sich dabei als zentral heraus. Für die Sanierung des Abdinghofs sind 13 Millionen Euro und für den Neubau am Marienplatz 49,5 Millionen Euro vorgesehen

Wie nachhaltig und inklusiv ist das Stadthaus?

Eine Anregung dazu war, dass ein Anlaufpunkt für Senioren zentral in der Stadt erhalten bleiben soll. Für den Neubau sollen, so eine Forderung, nachhaltige Baustoffe verwendet werden. Sören Lühr, Betriebsleiter des Gebäudemanagements der Stadt Paderborn hatte eingangs darauf hingewiesen, dass der Neubau klimaneutral erfolgen soll. Man wolle mit dem Neubau bis zum 1000 Tonnen Kohlendioxid einsparen und eine optimale Barrierefreiheit erreichen.

Bürgermeister Michael Dreier versicherte, dass sichergestellt ist, dass alle Ergebnisse gewürdigt werden und in einem transparenten Prozess verantwortungsvoll, ernsthaft und in Abwägung der verschiedenen Interessen in den weiteren Prozess einfließen werden. “Lassen wir das Stadthaus gemeinsam zu einem echten Haus der Paderbornerinnen und Paderborner werden”, appellierte der Bürgermeister an die Anwesenden.

Foto: Stadt Paderborn/Kristina Stog

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