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Sport

Das IOC in der Pflicht – Grundeinkommen für Leistungssportler

Im Leistungssport ist eine heftige Diskussion entbrannt, die für viele Spitzensportler bereits überfällig ist. Thomas Röhler, ein erfolgreicher Speerwurf-Olympiasieger, hat dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) nahegelegt, ein festes Grundeinkommen für Leistungssportler einzuführen. Seiner Meinung nach sind die Olympischen Spiele die größte Sportveranstaltung der Welt, wobei Einzelsportler keine Gage erhalten und somit nicht von den Einnahmen partizipieren können. So wie die Dinge liegen, wird sich der IOC mit den Forderungen von Leistungssportlern in Zukunft mehr auseinandersetzen müssen.  

IOC – der Höchstverdiener im Leistungssport

Das im schweizerischen Lausanne ansässige Internationale Olympische Komitee mit 115 regulären Mitgliedern hat den Sinn und Zweck, die Organisation und Betreuung der Olympischen Spiele zu übernehmen. Es handelt sich dabei um eine nichtstaatliche Organisation und besitzt die Rechtsform eines normalen Vereins. Nach eigenen Aussagen auf der Website des IOCs werden die Einnahmen durch Marketingprogramme wie dem Verkauf der Übertragungsrechte generiert. Davon werden 90 Prozent in den Breitensport gesteckt, um Sportlern und Organisationen weltweit zu helfen.

Fakt ist, dass allein durch die Übertragungsrechte bei den Olympischen Spielen Milliarden US Dollar eingenommen werden. So sind beispielsweise im Zeitraum von 2013 bis 2016 rund 4,2 Milliarden US Dollar durch die Vermarktung eingenommen worden. Wer nun die beiden Aussagen vergleicht – die von Röhler und die des IOCs – wird eine Diskrepanz bemerken. Wenn Milliarden in den Breitensport fließen, was natürlich sehr ehrenhaft ist, so stellt sich auf der anderen Seite die Frage, warum nicht auch Leistungssportler unterstützt werden sollten.

Olympiasportler sind keine Spitzenverdiener

Die Olympischen Spiele werden erst durch den Leistungssportler und durch die Leistungssportlerin möglich. Die immensen Einnahmen durch den IOC gehen allerdings an diesen hart kämpfenden Sportlern vorbei. Nicht nur das, ein Sportler unterliegt auch einem strengen Werbeverbot. Laut der Regel 40 des IOCs ist es den Olympiasportlern untersagt, eine Eigenvermarktung in Verbindung mit den Olympischen Spielen vorzunehmen. Dieser Tatbestand macht es eventuellen Sponsoren fast unmöglich mit einem Olympiasportler zu kooperieren. Weder auf den Plattformen wie Facebook oder Twitter sind jegliche Nennung von „Olympia“ oder artverwandten Begriffe strengstens untersagt.  

Bei der Berücksichtigt des Zeitaufwands für Sport, Beruf und Ausbildung wurde laut der Studie der Stiftung Deutsche Sporthilfe ermittelt, dass das Einkommen von Sportlern unter dem gesetzlichen Mindestlohn liegt. Dieser betrug in Deutschland im Jahre 2018 8,84 Euro und stieg zum Jahreswechsel auf 9,19 Euro an. Die Umfrage umfasste 1.087 Sportler, die im Durchschnitt 32 Stunden die Woche trainieren neben einer beruflichen Tätigkeit oder Ausbildung von 24 Stunden. Bei diesen Zahlen wird jedem klar, dass sich ein Investment eines Sportlers erst mit einem Olympiasieg auszahlt. Von dem Druck, der sich durch diese Situation ergibt, ganz zu schweigen.

Ein Olympiasportler ist auf sich allein angewiesen

So kann man der Aussage von Thomas Röhler eigentlich Glauben schenken, der da behauptet, dass er sehr viele deutsche Olympiasieger kenne, die von ihrem Sport, für den sie sehr hart arbeiten, nicht im mindesten leben können. Ohne Förderung oder familiäre Unterstützung wäre eine Teilnahme an den Olympischen Spielen nicht möglich. Laut der Sporthilfe erhalten Athleten als Unterstützung monatlich 550 Euro. Im Vergleich zu einem normalen Bundesbürger muss ein Sportler auf ein Einkommen von mindestens 58.000 Euro verzichten.

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