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Freizeit

Sommer in Salzburg: im Zentrum des Besonderen

Sommer in Salzburg: im Zentrum des Besonderen

Max Reinhart meinte einst über Salzburg: „Die ganze Stadt ist Bühne“ – und nie trifft das mehr zu als in den Sommermonaten. Die Salzburger Festspiele verstehen es wie kein anderes Festival, eine ganze Stadt in ihren Bann zu ziehen. Abseits von Oper, Konzert und Theater ist sich Salzburg auch seiner Iden-tität als kreative Kunststadt bewusst, die einen Gegenpol zur Hochkultur erlaubt. Mit neuen Themenwegen lässt sich das Creative Salzburg umfassend erkunden.

Musikstadt – Festspielstadt

Salzburger Festspiele 2019: die Mythen der Antike
199 Aufführungen in 43 Tagen und an 16 Spielstätten – die Salzburger Festspiele (20. Juli bis 31. August 2019) bestimmen auch im Sommer 2019 das Leben auf und abseits der Bühnen der Stadt. Unter den Opern finden sich fünf Neuinszenierungen; im Zentrum dabei „Idomeneo“ von Wolfgang Amadeus Mozart in einer Inszenierung von Teodor Currentzis und Peter Sellars. Weitere Premieren feiern George Enescus „Œdipe“, Luigi Cherubinis „Médée“, Giuseppe Verdis „Simon Boccanegra“ und Jacques Offenbachs „Orpheé aux enfers“. Cecilia Bartoli kommt zurück in der Hauptrolle der Alcina in der gleichnamigen Oper von Georg Friedrich Händel, die schon bei den Pfingstfestspielen gespielt wird und Franz Welser-Möst dirigiert die Wiener Philharmoniker in der Wiederaufnahme von Richard Strauss‘ „Salome“ in der Felsenreitschule.

Weitere Höhepunkte der diesjährigen Festspiele: Das Schauspielprogramm umfasst 14 Aufführungen des „Jedermann“ mit Tobias Moretti in der Titelrolle und Valery Tscheplanowa als neue Buhlschaft. Die Ouverture spirituelle widmet sich in diesem Sommer dem Schmerz und der Klage, wie er in antiken Epen eindrucksvoll vorkommt und Riccardo Muti gedenkt mit Giuseppe Verdis „Messa da Requiem“ des 30. Todestages von Herbert von Karajan († 16. Juli 1989).

Creative Salzburg

Sommerszene 2019: Avantgardistische Tanz- und Theaterkunst

Vom 17. bis 29. Juni 2019 zeigt sich die Festspielstadt von einer ganz modernen Seite: Bevor die internationalen Operngäste kommen, die roten Teppiche ausgerollt und die größten Veranstaltungsorte bespielt werden, widmet sich die Sommerszene dem Extravaganten und Diskursiven der darstellenden Kunst. Tanz, Theater und Performance werden im Sinne eines zeitgenössischen und interdisziplinären Kunstverständnisses mit Installationen, Filmen und Konzerten vermengt. Das Programm umfasst 13 nationale und internationale Produktionen, die an verschiedenen Orten Salzburgs stattfinden und auch vor der Inszenierung des öffentlichen Raums wird nicht Halt gemacht. Mit dieser programmatischen Ausrichtung zählt die Sommerszene seit den 1980er Jahren zu den Fixpunkten im europäischen Festivalkalender. www.szene-salzburg.net

Zeitgenössisches und Modernes auf Themenwegen entdecken

Salzburg-Besucher bekommen mit einer neuen Themenroute die Möglichkeit, die kreative Seite der Barockstadt kennenzulernen. Der „Creative Walk“ führt vom Hauptbahnhof entlang des Mirabellgartens bis auf den Mönchsberg und weiter durch den Festspielbezirk und entlang der Salzach in den Süden der Altstadt. Unterwegs entdecken Interessierte moderne Architektur, Kunst im öffentlichen Raum und Galerien abseits der herkömmlichen Erkundungspfade. Mit Photo-Spots und Tipps für die Einkehr in Szene-Cafés ist diese Route der ideale Wegbegleiter für kunstaffine Besucher.

Kulturstadt

Alles neu auf der Festung Hohensalzburg

Das Festungsmuseum wurde 1952 im sogenannten „Hohen Stock“ eröffnet. Heute ist es Teil des Salzburg Museums und zählt zu den meist besuchten Museen Österreichs. 2000 wurde das Museum zum letzten Mal umgestaltet und erhielt 2001 den österreichischen Museums-preis. Im Juni 2019 eröffnet das rundum neu konzipierte Festungsmuseum seine Tore und zeigt ausgewählte Objekte aus den mittelalterlichen Beständen des Salzburg Museums. Eine überdimensionale Medieninstallation gibt Einblick in die Geschichte und die Funktion der Festung. Ein Rundgang durch insgesamt 13 Räume vermittelt verschiedene Aspekte des Mittelalters und beleuchtet Personen und Ereignisse der Geschichte Salzburgs. Zeitgleich eröffnet das „Alte Zeughaus“ – ein neues interaktives Museum, das sich mit der Entwicklung des Festungsbaus und der Einführung von Feuerwaffen beschäftigt.

Fly me to the Moon – 50 Jahre Mondlandung

Am 21. Juli jährt sich die Mondlandung zum 50. Mal. Das Museum der Moderne Mönchsberg nimmt dieses Jubiläum zum Anlass einer Sonderausstellung. In „Fly me to the Moon“
(20. Juli bis 3. November 2019) wird das epochale Ereignis aus der Warte der Kunst betrachtet – das Bild des Menschen der Erde erreichte plötzlich eine neue Dimension und zum ersten Mal sah man den blauen Planet „von außen“. Die Ausstellung ist ein Streifzug durch mehrere Jahrhunderte des „Faszinosums Mond“ von Galileo Galilei über die Erfindung des Teleskops bis zu multimedialen Installationen.

Salzburg Museum mal drei

Gemeinsam mit dem DomQuartier werden vom 2. Juni 2019 bis 6. April 2020 im Nordorato-rium Schlüsselwerke des Barock gezeigt: „Von Bernini bis Rubens. Römisches aus der Sammlung Rossacher“ stellt Werke von Gianlorenzo Bernini genauso ins Zentrum wie jene seines Konkurrenten Alessandro Algardi. Auch Peter Paul Rubens ist vertreten, der den Barock in den Norden gebracht hat.

In einer Fortsetzung der Ausstellungskooperationen mit namhaften europäischen Museen ist die österreichische Galerie Belvedere 2019 zu Gast in Salzburg. „Faistauer, Schiele, Harta & Co. Malerei verbindet“ (12. Juli bis 13. Oktober 2019) zeigt Werke aus den Beständen beider Museen. Die Ausstellung ist in fünf thematische Kapitel gegliedert: Reisen, Privates, Natur, Freunde und die Gruppe „Wassermann“.

Die Düsseldorfer Foto- und Videokünstlerin Gudrun Kemsa zeigt in ihrer Videoserie „moving portraits“ (20. Juli bis 6. Oktober 2019) interessante Salzburger Kulturschaffende und begleitet etwa die Präsidentin der Salzburger Festspiele oder die Leiterin der Mozart-Museen in ihren Institutionen.

Nicht verpassen:

Ab nach draußen…

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