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Beruf&Bildung

Frühjahrsvorboten auf dem lippischen Arbeitsmarkt

  • Arbeitslosigkeit sinkt im März um 199 Personen im Vergleich zum Vormonat
  • Aktuell 11.015 Arbeitslose, somit 578 Personen bzw. fünf Prozent weniger als im Vorjahresmonat
  • Arbeitslosenquote bei 6,0 Prozent, vor einem Jahr im März: 6,3 Prozent

Der Arbeitsmarkt im Überblick

In Lippe fiel die Arbeitslosigkeit im März gegenüber dem Februar um 199 Personen auf 11.015 Frauen und Männer. Die Arbeitslosenzahl des Vorjahres wird wiederholt unterschritten, und zwar um 578 Frauen und Männer bzw. um fünf Prozent. Die Arbeitslosenquote liegt bei 6,0 Prozent. Im März 2018 lag die Quote bei 6,3 Prozent.

Agenturleiter Heinz Thiele erkennt erste Frühlingsvorboten auf dem lippischen Arbeitsmarkt, was in der Sache nicht überrascht. „Das ist eine normale saisonale Entwicklung. Nachdem bereits im Februar ein leichter Aufwind auf dem heimischen Arbeitsmarkt zu spüren war, fällt die Belebung im März mit rund 200 Arbeitslosen moderat aus. Die wichtige Nachricht ist, dass der positive Trend stimmt, und erwartungsgemäß weitere Entlastungswirkungen im April folgen werden. Trotz sinkender Wachstumsprognosen verschiedener Wirtschaftsinstitute gibt es bislang keine Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Grundsätzlich halten die Firmen ihr Personal oder stellen noch zusätzlich ein. Wir haben in Lippe eine kontinuierlich fallende Arbeitslosigkeit. Die trotzdem vorhandene Dynamik am Arbeitsmarkt zeigt sich in den monatlichen Zu- und Abgängen aus bzw. in Arbeit.“

Im März meldeten sich im Kreis Lippe 2.139 Personen neu oder wieder arbeitslos; 2.330 Frauen und Männer meldeten sich im aktuellen Monat aus der Arbeitslosigkeit ab. Im Rechtskreis SGB III (Versicherungsbereich, Agentur für Arbeit Detmold) liegt die Arbeitslosigkeit im März bei 3.156 Frauen und Männer, das sind 210 Personen weniger als im Vormonat und 14 Menschen mehr als im Vorjahresmonat. Im Rechtskreis SGB II (Grundsicherung, Jobcenter Lippe) gab es im März 7.859 Arbeitslose. Das ist ein Plus von elf Personen gegenüber Februar. Im Vergleich zum März 2018 sind es 592 Arbeitslose weniger. Die anteilige SGB-III-Arbeitslosigkeit liegt bei 1,7 Prozent; die anteilige SGB-II-Arbeitslosigkeit beläuft sich auf 4,2 Prozent.

Personengruppen

Die Jugendarbeitslosigkeit (unter 25 Jahren) nahm im Vergleich zum Vormonat um 14 Personen auf 1.252 junge Frauen und Männer ab. Die altersspezifische Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 6,0 Prozent.

Auch bei den über 50-Jährigen fiel die Arbeitslosenzahl im März gegenüber Februar, und zwar um 98 Personen auf 3.391 Frauen und Männer. Die Zahl der Älteren in Arbeitslosigkeit in den vergangenen zwölf Monaten fiel um 127 Personen bzw. um 3,6 Prozent. Die altersspezifische Arbeitslosenquote beträgt aktuell 5,1 Prozent.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen nahm im Vergleich zum Vormonat um 29 Personen ab. Es sind 4.668 Menschen langzeitarbeitslos. Im Vergleich zum März 2018 sind es deutlich weniger Menschen in Langzeitarbeitslosigkeit, und zwar 367 Frauen und Männer oder 7,3 Prozent.

Aktuell sind 3.119 ausländische Arbeitnehmer arbeitslos. Das sind 36 Personen mehr als im Vormonat, und 29 Personen weniger als im Vorjahresmonat.

Kräftenachfrage/ Stellenentwicklung

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Detmold, der mit dem Kreis deckungsgleich ist, waren im März 2.471 Arbeitsstellen gemeldet, gegenüber Februar ist dies ein Plus von 63 Stellen oder drei Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es hinge-gen 207 Stellen oder neun Prozent mehr. Arbeitgeber meldeten im März 661 neue Arbeitsstellen.

Regionale Entwicklung

In den einzelnen Dienststellen des Agenturbezirkes Detmold entwickelte sich die Arbeitslosigkeit relativ einheitlich. In allen Geschäftsstellen war im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Rückgang zu verzeichnen. Die Arbeitslosenquoten zeigen sich aufsteigend sortiert folgendermaßen: Geschäftsstelle Lemgo (4,6 Prozent), Geschäftsstelle Blomberg (5,2 Prozent), Geschäftsstelle Bad Salzuflen (6,3 Prozent), Hauptagentur Detmold (6,6 Prozent). Besonders positiv ist die Entwicklung in Detmold, wo der Bestand an Arbeitslosen gegenüber März 2018 um sechs Prozent fiel. Dem gegenüber steht die Entwicklung in Blomberg mit einer Abnahme von einem Prozent.

Ausbildungsmarkt

Agenturchef Thiele zieht eine gemischte Zwischenbilanz zur Halbzeit des Ausbildungsjahres 2018/2019 für den Wirtschaftsraum Lippe: Seit dem Beginn des Ausbildungsjahres im Oktober 2018 sind 2.761 Bewerber gemeldet gewesen, was einem Rückgang um 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Derzeit sind bei der Detmolder Arbeitsagentur weiterhin 1.408 unversorgte Bewerber um einen Ausbildungsplatz gemeldet. Denen stehen aktuell 982 unbesetzte Berufsausbildungsstellen gegenüber. „Selbst rein rechnerisch besteht eine Versorgungslücke, die nur geschlossen werden kann, wenn zusätzliche Ausbildungsstellen gemeldet werden, oder Bewerber eine Alternative in Betracht ziehen. Ansonsten bleibt die Schere, die dann nur mit zusätzlichen Angeboten der aktiven Arbeitsmarktpolitik geschlossen werden kann, auch dieses Jahr auf dem Ausbildungsmarkt bestehen“, so Agenturleiter Thiele.

Bewerber mögen sich jetzt noch für den Ausbildungsstart 2019 bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Detmold melden. Thiele: „Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt ist für Bewerber in Hinblick auf den demografischen Wandel und den Fachkräftebedarf in Lippe dennoch besser, als noch vor Jahren. Es gibt tolle Ausbildungsstellen, auch im Bereich duales Studium, was eine Verknüpfung von Berufsausbildung und Studium darstellt.“
Jugendliche können einen Termin bei der Berufsberatung unter der kostenlosen Telefon-Hotline 0800 4 5555 00 vereinbaren.

Der Arbeitsmarkt in Ostwestfalen-Lippe

Im März ist die Zahl der Arbeitslosen in Ostwestfalen-Lippe zaghaft gesunken. So sank in unserer Region die Zahl der Menschen ohne Arbeit im Vergleich zum Februar 2019 um 1,7 Prozent auf 58.400 Personen. Das sind insgesamt 1.036 Arbeitslose weniger. Die Arbeitslosenquote sinkt auf 5,2 Prozent. Mit diesem Stand liegt sie 0,3 Prozentpunkte unter dem Ergebnis für den März 2018.

Im März 2018 waren noch 4,2 Prozent oder 2.581 Menschen mehr ohne Arbeit registriert. Damit liegt der Rückgang der Arbeitslosigkeit in der Region Ostwestfalen-Lippe zum zweiten Mal hintereinander seit langer Zeit unter dem NRW-Schnitt. In NRW konnte die Zahl der arbeitslosen Menschen von März 2018 zu März 2019 um 5,5 Prozent reduziert werden.

Erfreulich ist, dass der zu beobachtende Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahresmonat weiterhin fast alle Personengruppen betrifft. Demnach profitierten von der guten Entwicklung Jugendliche, Langzeitarbeitslose, Ausländer so-wie Schwerbehinderte.

Die Zahl der offenen Stellen, die von den Jobcentern und Arbeitsagenturen in OWL angeboten werden konnten, lag auch im März auf einem hohen Niveau. Der Bestand lag mit 21.072 freien Stellen um 325 Stellen niedriger, als noch vor einem Jahr. Gleichzeitig sank die Zahl der von den Arbeitgebern in der Region gemeldeten neuen Stellen im März im Vergleich zum Vormonat und auch zum Vorjahresmonat. Dabei zeigen sich allerdings starke Unterschiede zwischen den Regionen in OWL.

Die günstigste Arbeitslosenquote in unserer Region findet sich im Agenturbezirk Paderborn (4,7 Prozent), gefolgt von den Bezirken Herford (4,9 Prozent), Bielefeld (5,4 Prozent) und Detmold (6,0 Prozent). Alle Regionen liegen damit deutlich unter dem Landesschnitt von 6,6 Prozent.

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