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Politik&Gesellschaft

Sozial- und Erziehungsdienst: Dritte Verhandlungsrunde ohne Ergebnis

Die dritte Tarifverhandlungsrunde über die Entgeltordnung im Sozial- und Erziehungsdienst ging am heutigen Donnerstag in Düsseldorf ergebnislos zu Ende. Im Mittelpunkt der Verhandlungen standen dieses Mal die Erzieherinnen und Erzieher sowie Kinderpfleger und -pflegerinnen.

"Wir haben unterschiedliche Auffassungen davon, was uns die Verantwortung für die Fürsorge unserer Kinder wert ist. Diese verschiedenen Ansichten waren auch heute nicht aus dem Weg zu räumen", informiert Andreas Hemsing, stellvertretender Bundesvorsitzender der komba gewerkschaft und Verhandlungsführer des dbb im Sozial- und Erziehungsdienst. Nachdem auch die heutige Runde ergebnislos blieb, sind für kommenden Montag Unterstützungsstreiks in Aachen, Bonn, Essen und Mönchengladbach geplant. "Die Beschäftigten sind enttäuscht über die Haltung der Arbeitgeber und werden diese Enttäuschung bei Aktionen – unterstützend zu den Verhandlungen – zum Ausdruck bringen", erklärt der dbb-Verhandlungsführer.

"Die Erzieherinnen und Kinderpfleger sind täglich mit einem stetig wachsenden Arbeitspensum konfrontiert. Die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen ist anspruchsvoller und vielseitiger geworden. Genau diese Veränderungen müssen sich endlich in einer höheren Eingruppierung niederschlagen", sagt Hemsing. Das KiTa-Personal ist unter anderem durch den seit 2013 gesetzlich geltenden Anspruch auf einen Betreuungsplatz für unter Dreijährige einer Mehrfachbelastung ausgesetzt.

Weitere Termine und Themenschwerpunkte für die kommenden Runden sind bereits vereinbart. Die Eingruppierung der Fachkräfte für Arbeits- und Berufsförderung ist am 16. April in Hannover geplant. Am 20. und 21. April wird in Frankfurt über die Eingruppierung der Sozialarbeiter und -pädagogen diskutiert.

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