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Wirtschaft

Mehr Wertschätzung für soziale Berufe

Die Tarifrunde im Sozial- und Erziehungsdienst beginnt in wenigen Wochen, die Forderungen stehen seit Dezember fest. Derzeit diskutieren Vertreter der komba gewerkschaft und des dbb beamtenbund und tarifunion deutschlandweit mit den Beschäftigten über die aufgestellten Eckpunkte. Am gestrigen Mittwoch tauschten sie sich in Mönchengladbach aus.

"Die Frage ist doch: Was wollen wir? Gute Bildung für die Kinder in den Kindertagesstätten und Ganztagsschulen? Ja. Echte Fürsorge und Verantwortung durch die Sozialen Dienste und die Seniorenberatungen? Auch das. Aber dann gilt es, zu investieren. Und zwar jetzt", machte Andreas Hemsing, stellvertretender Landesvorsitzender der komba gewerkschaft nrw und stellvertretender Vorsitzender der dbb Bundestarifkommission, in Mönchengladbach deutlich. Bereits jetzt herrscht im Sozial- und Erziehungsdienst akuter Personalmangel. Neben zusätzlichen Stellen sind attraktivere Arbeitsbedingungen nötig, um den Nachwuchs für die Berufszweige zu gewinnen.

Gestiegene Ansprüche, wachsendes Arbeitspensum, mehr Zusatzaufgaben und dabei immer hoch professionelle Arbeit. Das alles bei stagnierender Bezahlung und keinerlei Wandel hin zu verbesserten Rahmenbedingungen. So sieht der Alltag für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst aus. "Mehr Geld bedeutet in unserer Gesellschaft automatisch mehr Anerkennung – auch dafür stehen wir ein", sagt Sandra van Heemskerk, Vorsitzende des komba Bundesfachbereichs Sozial- und Erziehungsdienst und Mitglied in der komba Bundestarifkommission. Wenn es nach den Beschäftigten geht, muss sich 2015 dringend etwas ändern. Unterstützung erhalten sie dabei von der komba gewerkschaft und dem dbb. "Damit Verbesserungen erreicht werden, müssen wir wissen, was die Kolleginnen und Kollegen bewegt. Wir müssen die Herausforderungen kennen, denen sie in ihrem Berufsalltag begegnen. Das funktioniert am besten im Austausch und deshalb gibt es diese Plattform", erklärt Hemsing. Mehr als 50 Kolleginnen und Kollegen besuchten die Veranstaltung in Mönchengladbach und diskutierten eifrig mit.

Neben einer leistungsgerechten Bezahlung fordern die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst für die anstehenden Verhandlungen unter anderem die finanzielle Berücksichtigung von Zusatzqualifikationen sowie mehr Vor- und Nachbereitungszeiten.

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